Römer gegen germanische Stämme, Kriege gegen Etrusker und Karthager, Caesar überfiel Gallien, Punische Kriege, der trojanische Krieg, Plünderungen, Raub und Mord, Angst, Schrecken und Leid der Menschen … all diese Beschreibungen von Gräueltaten und Kriegen sind immer auch ein gewisser Teil des Lateinunterrichts. Denn auch wenn die Zeiten des Lateinunterrichts im Stile von „Grammatik und Krieg“ (Stephan Kipf 2006) vorbei sind, bleibt es nicht völlig aus, Kriege und Schlachten als Teil der Erinnerungskultur sowohl historisch wie kulturell im Unterricht zu beleuchten.

Immer wenn wir solche Texte im Unterricht übersetzen, scheint uns diese Geschichte so weit fern, Rom vor mehr als 2000 Jahren, damals … Aber dass diese Schrecklichkeiten nicht Geschichte sind, mussten wir besonders in den letzten Wochen leider sehr erfahren.

Der WPU 9 Latein hatte daher die Aufgabe, ein politisches Statement auf Latein zum Russland-Ukraine-Krieg zu schreiben. Die Art und Weise der Umsetzung waren den Schülerinnen und Schülern freigegeben. Es durften Gedichte verfasst, Vokabelnetze zum Wortfeld Krieg und Frieden oder auch lateinische Zitate zum Thema Krieg und Frieden herausgesucht und (um)gedeutet werden.

Wer kennt nicht das bekannte lateinische Sprichwort „Si vis pacem, para bellum.“?
Von selbst kamen die Schülerinnen und Schüler auf die Idee, dieses Sprichwort umzuformulieren.

Si vis pacem, para pacem! = Wenn du Frieden willst, bereite Frieden vor!

Diese Idee der Friedensfindung sollte in diesen Tagen mehr als wichtig sein.

Im Auftrag
Die Bundesfreiwilligen