veröffentlicht: 3. September 2014, verantwortlich: Annika Schmidt, Rebecca Reinke, Lena Skrotzki

Der neue Lehrer unterrichtet, wie es die moderne Pädagogik lehrt: Teamarbeit, diverse Methoden und Medienkompetenz.

Sie wissen nicht, was Referendare sind? Wir haben für Sie recherchiert und mit drei jungen Referendaren bzw. Lehrern gesprochen.

Frau Brauer war von 2012 bis Juli 2014 Referendarin am ONG und Herr Hönicke ist es seit 2013 am ONG. Sie vollenden hier ihre Lehrerausbildung. Herr Retzlaff hat sein Referendariat bereits 2013 erfolgreich am ONG beendet und ist nun Lehrer für Geschichte, Ethik und Politik am ONG.

Alle drei stellten sich freundlicherweise unseren Fragen rund um das Thema Referendariat.

Als Referendar oder Referendarin geht man nach einem abgeschlossenen Studium für zwei Jahre an eine Schule, um mehrere Prüfungen zu absolvieren. Man hat die gleichen Rechte und Pflichten wie alle Lehrer, man ist also ein Lehrer oder eine Lehrerin in Ausbildung. Der wesentliche Unterschied zwischen einem Referendar/einer Referendarin und einem Lehrer/einer Lehrerin besteht darin, dass man während des Referendariats zusätzlich Seminare besucht – somit weniger Stunden (maximal acht in der Woche), unterrichtet – und die Bezahlung entsprechend geringer als bei den ‚Vollzeitlehrern‘ ausfällt.

Herr Hönicke kam durch seine Bewerbung als Vertretungslehrer an das Otto-Nagel-Gymnasium. Sein Plan war es ursprünglich gar nicht, Referendar am ONG zu werden, doch in seiner Zeit hier hatte er so viel Spaß, dass er sich dazu entschlossen hat, für das Referendariat am ONG zu bleiben.

Fachlich könne man schon alles, was man als Vertretungslehrer lehren muss, weil man es ja im Studium gelernt habe, erklärt uns Herr Retzlaff und ergänzt noch: „Das heißt, Herr Hönicke weiß alles über sein Fach, kann euch also alles auch beibringen, weitere Dinge sind dann Erfahrungswerte.“

Herr Hönicke selbst ist überzeugt davon, dass die Schüler ihn nicht anders behandeln als einen anderen Lehrer. Unabhängig davon, dass er erst Referendar ist, gab es lediglich zu Beginn ein paar Anfangsschwierigkeiten, die eben auftreten, wenn man noch unsicher und vor allem relativ unerfahren ist. Doch er bekommt auch Unterstützung durch das Kollegium und tauscht sich etwa mit Herrn Retzlaff aus, mit dem er immer nach Hause fährt.

Auch Frau Brauer lobt die Kommunikation zwischen ihr und den Kollegen, die ihr Tipps geben, die aber auch gerne von den Erfahrungen der jungen Referendarin lernen. So profitieren beide Seiten voneinander und können sich weiterentwickeln.

Für Herrn Hönicke besteht eine der anspruchsvollsten Aufgaben darin, sich nicht davon demotivieren zu lassen, dass nicht jede/r SchülerIn für sein Fach brennt, und zu lernen, dies zu akzeptieren.

Herr Retzlaff kann rückblickend sagen, dass seine Berufswahl die richtige für ihn war. Für ihn ist klar: So viel freie Zeit wie im Studium würde er auch in anderen Berufen nicht mehr haben, und wenn man großes Interesse an seinem Fach und dem Lehren hat, kann er den Beruf auch an andere SchülerInnen, StudentInnen und ReferendarInnen weiterempfehlen. Bereits ein Jahr nach seiner Ausbildung bildet er in seiner Tätigkeit als Seminarleiter für Geschichte junge Referendarinnen und Referendare aus.

Am Ende des zweijährigen Referendariats müssen sich die angehenden LehrerInnen schließlich der Examensprüfung stellen, um staatlich anerkannte/r LehrerIn zu werden. Eine „ganz schön aufregende Sache“, wie Frau Brauer findet. Doch sie gab sich zuversichtlich, denn die junge Frau war sich sicher, dass die SchülerInnen ihr während der Prüfungssituation die nötige Sicherheit geben würden.

Schließlich absolvierte Frau Brauer ihr Examen mit Bestnote am 11. Juli 2014.

Herr Hönicke beendete am 28. November 2014 sein Referendariat mit der Gesamtnote 1,0.

Juliane Patzak

Juliane Patzak

Englisch und Geographie

August 2015 – Februar 2017

Ich möchte meine Schüler im Unterricht mit auf eine faszinierende Reise um die Erde nehmen, um die Entdeckerlust für die zahllosen Wunder der Welt in ihnen zu wecken. Denn wie sagte Goethe bereits: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“

Jennifer Bekurtz

Jennifer Bekurtz, 30

Biologie und Chemie

August 2016 – Februar 2018

Ich möchte meine Leidenschaft für die Naturwissenschaften und die Begeisterung mit jungen Menschen zu arbeiten verknüpfen. Ich hoffe, dass es mir gelingt die Neugierde bei meinen Schülern zu wecken und die Begeisterung mit ihnen allen zu teilen.

Patrick Kuhrt

Patrick Kuhrt, 30

Chemie und Physik

September 2015 – Februar 2017

Ich bin ein begeisterter Naturwissenschaftler und hoffe sehr, dass ich meine Schüler dafür mindestens genauso begeistern kann, wie ich es bin. Ich wünsche mir, dass der Funke der Leidenschaft auf meine Schüler überspringt und sie sich dafür begeistern können.

Ulrike Schleinitz

Ulrike Schleinitz, 30

Spanisch und Ethik

August 2015 – Februar 2017

Mein Unterricht soll Neugier und Interesse wecken: für Länder und Leute, aber auch Faszination für das Denken, für den Menschen und die Gesellschaft, in der wir leben. Philosophie und Sprachen faszinieren mich selbst.

Friederike Winter

Friederike Winter

Latein und Musik

August 2015 – Februar 2017

Mit Musik und Latein kann man in weit zurück liegende Jahrhunderte schauen und sich dabei jenen Menschen immer noch verbunden fühlen. Gleichzeitig prägen Inhalte dieser Fächer nach wie vor unsere heutige Kultur und unseren Alltag.

Stephan Bahn

Stephan Bahn, 27

Englisch und Geographie

Februar 2016 – Juli 2017

Ich unterrichte, weil mich selbst die Faszination der Natur,  des Menschen und der Sprache seit jeher begeistert. Die Zusammenhänge unserer Erde zu verstehen und darüber kritisch reflektieren zu können sind Ziele meines Unterrichts.

Franziska Ebisch

Franziska Ebisch

Kunst und Physik

September 2016 – Anfang 2018

Kunst und Physik klingt zunächst nach einer gegensätzlichen Kombination, doch beide Bereiche weisen mehr Parallelen zueinander auf, als man zunächst glauben mag. Mein Ziel ist es, die Besonderheiten beider Fächer zu vereinen und eine innovative Herangehensweise zu schaffen, die Freude und Begeisterung seitens der Lernenden weckt, auch wenn diese ihre Stärken weder in dem einen noch in dem anderen Fach vermuten.

Zukünftige Referendare

Wir freuen uns über jede Unterstützung.