Ja, 10 Monate sind schon vergangen und das bedeutet, dass unser Austauschjahr vorbei ist und jetzt ist es Zeit, langsam nach Hause zurück zu fahren.

Seit Mitte August letzten Jahres sind wir Schüler des Otto Nagel Gymnasiums. Die Schule hat uns beide ganz herzlich aufgenommen. Anfänglich waren unsere Sprachkenntnisse nicht unsere Stärke, aber es war kein Problem uns unter die Schüler zu mischen. Auf dem Foto seht ihr uns in unserem Tutorenkurs Englisch mit Frau Thiele.

Farewell Andres and Tijana

 

Von Anfang an haben wir große Hilfe und Unterstützung von den anderen Schülern und auch von den Lehrern bekommen.

Tests und Klausuren haben wir wie alle anderen mitgeschrieben, weil wir die Noten brauchen. Wir wurden nicht anders behandelt als irgendjemand sonst im Kurs. Um Erklärungen und Vereinfachungen konnten wir immer bitten. Hilfe wurde uns immer mit einem großen Lächeln gegeben. Für niemanden war es zu schwer, langsamer zu reden oder zu diktieren, oder auch bestimmte Sachen in Englisch zu erklären.

Am Anfang habt ihr gelacht über unsere Akzente und unsere Versuche bestimmte Worte auszusprechen. Aber später habt ihr in Gesprächen unser Deutsch verbessert. Wir haben zusammen gelacht, verschiedene Texte gelesen und übersetzt, Probleme gelöst, gingen auf Exkursionen und ins Theater. Wir haben viel Spaß und eine schöne Zeit gehabt und viele neue Freundschaften gefunden.

Alle Momente, die wir mit euch verbracht haben, werden wir in Erinnerung behalten und wir werden von unseren Erlebnissen berichten. Wir beide haben unser Austauschjahr genossen und ihr habt die vergangenen 10 Monate für uns unvergesslich gemacht. Vielen Dank für alles!

Do sledećeg viđenja!

Nos vemos Pronto!
Bis bald, Tijana (Serbien) und Andres (Mexiko)

Shia hat ihre Erlebnisse in Deutschland in einem kleinen Video festgehalten.

Hallo,

mein Name ist Lara und ich komme aus Brasilien. Ich bin fünfzehn Jahre alt und eine Austauschschülerin des ONGs bis zum Ende des Schuljahres. Ich bin Ende August in Berlin angekommen. Der Anfang war schwer. Obwohl meine Gastfamilie großartig war, vermisste ich meine brasilianische Familie sehr.

Der größte Unterschied zwischen meinem Land und Deutschland sind die Menschen. In Brasilien die Menschen sind sehr offen, man muss sich nie darum sorgen, Freunde zu finden, weil es so einfach ist. Hier in Deutschland sind die Leute zurückhaltender. Ein weiterer Unterschied ist das Wetter. Ich lebe in einer Stadt, in der die Temperaturen im Sommer bei 40 Grad und im Winter 20 liegen.
Ich hatte Angst, die Sprache nicht zu lernen, aber jetzt, nach drei Monaten, habe ich das Gefühl, dass ich mich ein wenig verbessert habe. Ich hoffe, ich kann mein Deutsch noch weiter verbessern, Berlin (das ist eine wundervolle Stadt) besser kennenlernen und mehr Freunde finden.

Es ist schwer, von allem wegzukommen, was man liebt, aber mit der Zeit bleibt man auch hier an den Dingen lieben.

Im Moment ist es so.