Ende September durfte die Klassenstufe 10 an dem zweitägigen englischsprachigen Projekt Bridging Cultures der Hope Foundation teilnehmen. 
Es ging dabei vor allem darum, unser Wissen über verschiedene Kulturen auf der ganzen Welt zu erweitern. Dieses Bildungsprogramm für globale Kulturen fördert interkulturelle Beziehungen und diskutiert Probleme und Lösungsansätze in Entwicklungsländern. Mit dieser gemeinnützigen Organisation untersuchten wir zwei Länder Lateinamerikas, Argentinien und Brasilien.

Als erstes wurden uns die „Sustainable Development Goals“, kurz „SDGs“, vorgestellt und spielerisch erklärt. Danach haben wir von Zeitzeugen eine Einführung in die zwei lateinamerikanischen Länder bekommen. 
Anschließend durfte sich jede Schülerinnen und jeder Schüler ein Land aussuchen, in unserem Fall Argentinien oder Brasilien, aus welchem er oder sie drei SDG’s in den zwei Tagen behandelt.

Nach dieser Einteilung gab es eine Vorstellungsrunde in den Kursen und die sehr informativen Tage, mit globalen Zusammenhängen anhand von Problemen, Ereignissen und Lebensbedingungen des Landes, begannen.
Wir haben uns mit Ungleichheit, Menschenwürdiger und -unwürdiger Arbeit, Wirtschaftwachstumsraten und Gleichberechtigung beschäftigt.

Insgesamt war der Workshop eine tolle Erfahrung. Wir haben viel über verschiedene Kulturen in Entwicklungsländern, insbesondere in Brasilien und Argentinien, gelernt. Es war spannend und informativ zugleich; außerdem hatten wir viel Spaß daran, unsere eigenen Präsentationen mit Ideen zur Lösung der vorgegebenen Probleme zu erstellen.

Lara Rohrschneider, 10.2

Antworten der Projektleitung auf interessante Fragen:

Die Hope Foundation ist eine Organisation, die in Deutschland und Kamerun aktiv ist. Die Ziele der Organisation sind dabei die Lebensstandards in Kamerun zu verbessern, durch die Unterstützung von Kamerunischen Gemeinden. In Deutschland ist die Organisation aktiv mit Bildungsprojekten wie Bridging Cultures, die auf die Lage in weniger entwickelten Ländern Afrikas und Südamerikas aufmerksam machen.

Bei dem Projekt Bridging Cultures sollen den Schülerinnen und Schüler andere Kulturen nähergebracht werden und ihre Offenheit und Aufmerksamkeit für den globalen Austausch gestärkt werden. Es wird vermittelt, wie es ist, in einem Land aufzuwachsen mit ganz unterschiedlichen Standards und Themen, die das alltägliche Leben prägen. Das Konzept der SDGs spielt dabei auch eine wichtige Rolle. In verschiedenen Einheiten wird informiert und diskutiert, ohne dabei den Spaß am Austausch zu verlieren.

Für die Leiterinnen und Leiter ist jedes Projekt auch immer eine Möglichkeit andere Lebenswelten junger Menschen in Deutschland kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Sie sehen die Jugend als einen guten Zeitpunkt, um sich mit anderen Kulturen und weltweiten Problemen auseinander zu setzen. Im Vordergrund steht für sie auch über Stereotype in einer angenehmen und urteilsfreien Arbeitsatmosphäre aufzuklären. Teilweise haben die Leiterinnen und Leiter in ihren Herkunftsländern auch schon bei ähnlichen Projekten mitgewirkt.

Zum einen hofft die Projektleitung, dass die Schülerinnen und Schüler realisieren, dass in einer globalisierten Welt zwischen den ganz unterschiedlichen Kulturen insgesamt mehr Gemeinsamkeiten bestehen und die Probleme in der Welt zusammen gelöst werden können. Zum anderen möchte die Projektleitung Interesse wecken für andere Kulturen und eine angenehme und produktive Atmosphäre ermöglichen.

Die „Sustainable Development Goals“, im deutschen also „Nachhaltige Entwicklungsziele“, sind 17 global vereinbarte Ziele, die bis 2030 erreicht werden sollen, um die Zukunft der Erde nachhaltig und fair zu gestalten. Zwischen den Zielen bestehen verschiedene Zusammenhänge. Beispielsweise kann man Wirtschaftswachstum schwierig ohne eine ausreichende Infrastruktur erreichen. Mit diesen Zielen sollen feste Maßstäbe für die nachhaltige Entwicklung der Welt geschaffen werden. Die Schülerinnen und Schüler haben im Projekt, anhand von Beispielen, mit diesen „SDGs“ gearbeitet und sie als Maßstab verwendet.