Am 23. und 24. Februar 2016 fand in Adlershof der Regionalwettbewerb von Jugend Forscht, dieses Jahr unter dem Motto „Neues kommt von Neugier“, statt. Hier kamen Schüler zwischen 9 und 21 Jahren von verschiedenen Schulen aus dem Süden Berlins zusammen, um ihre eigens erarbeiteten Forschungsprojekte einer Jury und der Öffentlichkeit vorzustellen. Hierfür war bereits im Januar eine 15-seitige Arbeit enstanden und jeder Projektteilnehmer hatte einen Ausstellungsstand zu gestalten. Diese Gestaltung war den Teilnehmern frei überlassen und genau so fantasiereich wie viele der Projekte: Teeroboter, eine Schildkröte, Lavalampen oder auch mit Viagra „gefütterte“ Pflanzen waren zu finden. Bewertet wurden die Projekte in 6 Kategorien: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Auch ich nahm mit meinem Projekt „Kann Schärfe gesund machen? Ingwerscharfstoffe gegen Bakterien.“ in der Kategorie Biologie teil. Die Forschungsarbeit dazu war in den vergangenen Monaten im Schülerforschungszentrum an der Lise-Meitner-Schule, mit welchem die Durchführung meines Projekts überhaupt erst möglich wurde, in vielen anstrengenden, aber auch faszinierenden und begeisternden Laborstunden enstanden.

Am ersten Tag musste ich mein Projekt vor der Jury vorstellen und mich prüfenden Fragen stellen. Die Aufregung war groß, aber auch den anderen Teilnehmern war anzusehen, dass es ihnen ähnlich ging. Auf die Auswertung mussten wir allerdings noch einen Tag warten, denn am zweiten Tag folgte eine weitere „Prüfung“ der Forschungsarbeiten durch die Öffentlichkeit. Hier durfte man noch einmal allerlei Fragen zum Projekt beantworten und erklären, was das Zeug hielt.
Am Abend folgte die feierliche Siegerehrung und ich konnte feststellen, dass sich die viele Arbeit gelohnt hatte: Mein Projekt erhielt einen (geteilten) 1. Platz in Biologie und einen Sonderpreis für das „beste interdisziplinäre Projekt“ und ich darf somit weiterforschen und am 15. und 16. März zu einer weiteren Runde – dem Landeswettbewerb – fahren.
Jedoch habe ich festgestellt, dass der Erfolg eigentlich der kleinste Anteil der Erfahrung darstellt: Durch mein Projekt habe ich schon jetzt unglaublich viel mitgenommen, von wissenschaftlichem Arbeiten über die Bewährung vor einer Fachjury bishin zum Austausch mit vielen anderen „Jungforschern“, die ich viel weniger als Konkurrenz, sondern vielmehr als Gleichgesinnte wahrgenommen habe.

 

Josephine Röhner Urkunde Jugend Forscht

 

Josephine Röhner