Die Grüne Woche 2024 öffnete ihre Tore für eine besondere Veranstaltung, die nicht nur für die Landwirtschaftsbranche, sondern auch für uns von großer Bedeutung war.
Am Mittwoch, den 24. Januar, fand die i.m.a.-Schülerpressekonferenz statt, bei der sich alles um das Thema „Wie beeinflusst die Landwirtschaft das Klima?“ drehte. Ein Ereignis, das Schülerinnen und Schülern aus den 4. bis 7. Klassen ermöglichte, einen Einblick in den Zusammenhang von Agrarwirtschaft und Klimaveränderungen zu gewinnen. Gemeinsam mit Valentin und Constantin vom Team Redaktion durfte ich an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Die Konferenz wurde von renommierten Expertinnen und Experten begleitet: Christine Reitelshofer, stellvertretende Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes e.V., Maria Lubkoll, Projektmanagerin im Landesbauernverband Brandenburg e.V., sowie die praktizierenden Landwirte Maria Mundry und David Haselhoff gaben ihr Wissen weiter. Dr. Claudia Hunecke vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung lieferte wissenschaftliche Erkenntnisse zu den komplexen Themen.

Eine der zentralen Fragen lautete: Hat der Klimawandel auch positive Auswirkungen auf die Landwirtschaft? Die Antwort darauf ist vielschichtig. Zwar gibt es Standorte, an denen sich durch klimatische Veränderungen neue Anbaumöglichkeiten ergeben haben, doch stehen diesen vereinzelten Vorteilen gravierende negative Folgen gegenüber – wie anhaltende Trockenperioden oder Extremwetterereignisse mit starken Regenfällen. Dr. Hunecke betonte, dass es zwar kurze Zeitfenster mit positiven Aspekten geben mag, aber global betrachtet überwiegen langfristig die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft.

Maria Mundry brachte einen wichtigen Punkt zur Sprache: „Landwirtschaft kann nie klimaneutral werden.” Sie erklärte, dass sowohl Pflanzen als auch Tiere biologische und chemische Prozesse durchlaufen, die Methan – ein Treibhausgas – freisetzen. Die Wissenschaft ist sich uneins darüber, welche Methanquellen schädlicher sind; beispielsweise wird bei der Wiedervernässung von Mooren zunächst viel Methan freigesetzt. Diese Moore wurden einst für landwirtschaftliche Zwecke entwässert.

Aufgrund der Vielzahl an Teilnehmenden konnten unsere Fragen an die Expertinnen und Experten, die Constantin und Valentin vorbereitet hatten, nicht beantwortet werden. Allerdings hatten wir im Anschluss an die Jugendpressekonferenz die Möglichkeit, unsere Fragen der Expertin Maria Lubkoll digital zukommen zu lassen, wofür wir uns an dieser Stelle bedanken möchten. Freundlicherweise hat sie uns geantwortet und beantwortete uns beispielsweise die Frage, wie jeder dazu beitragen kann, den Einfluss der Landwirtschaft auf das Klima zu verringern. Hierzu zeigt Maria Lubkoll folgende Möglichkeit auf:

Wir können regionale Landwirte unterstützen, saisonal kochen und bewusster mit unseren Lebensmitteln umgehen. Also nur so viel kaufen wie man auch tatsächlich isst, damit nicht so viel Essen weggeschmissen wird.

Weitere Alternativen und interessante Perspektiven auf die Landwirtschaft erwähnt Maria Lubkoll in unserem Interview, das hier abgerufen werden kann.

Nach der Pressekonferenz hatten wir die Gelegenheit, die Angebote und Stände der Grünen Woche zu erkunden. In der Blumenhalle konnten wir die Vielfalt der Flora bestaunen, während in anderen Hallen kulinarische Köstlichkeiten wie „Poffertjes“ – eine niederländische Spezialität ähnlich unseren Pfannkuchen – und verschiedene Käsesorten zum Probieren einluden.

Besonders erfolgreich waren Valentin und Constantin beim landwirtschaftlichen Quiz in der NRW-Halle. Auch hessische Spezialitäten wie Eis und geräucherte Forelle standen auf dem Programm unserer Entdeckungsreise. Nicht zu vergessen das Rapsquiz auf dem ErlebnisBauernhof in Messehalle 3.2 – eine spielerische Art und Weise, mehr über nachhaltige Landwirtschaft zu lernen.

Die Grüne Woche 2024 bot uns eine Plattform für lebendige Bildungserfahrungen rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und deren Einfluss auf unser Klima – ein Tag voller Eindrücke und neuer Erkenntnisse!

Jannis Koll
Bundesfreiwilliger

Impressionen unserer Exkursion