Im Oktober diesen Jahres waren alle Französisch-WPU-Kurse im York-Kino bei einem witzigen, aber sehr ernsthaften Film: C’est quoi cette famille (deutscher Titel Wohne lieber ungewöhnlich) erzählt die bizarre Geschichte von 8 mehr oder weniger verwandten Stief-, Halb und echten Geschwistern, die es satt haben, zwischen mehreren Haushalten zu pendeln und kein festes Zuhause zu haben. Sie leiden unter der „Unfähigkeit“ der Eltern, friedlich und langlebig verheiratet zu sein, zusammen zu leben, ohne sich alsbald scheiden zu lassen. Also hecken sie einen Plan aus: Sie entführen kurzerhand den Kleinsten, besetzen eine große alte Wohnung und versuchen zunächst ohne Wissen der Eltern das Alltagsleben zu meistern. Eine reine Party! Sobald die Eltern dahinter kommen, stellt die Jugend die Eltern vor ihre Entscheidung: „Ab heute müsst Ihr pendeln! Es sollen immer eine „Mutter“ und ein“ Vater“ früh und abends anwesend sein.“ Der Zufall entscheidet, wer dies unter den teilweise zerstrittenen Eltern, Partnern, Ex-Eheleuten etc. sein soll. Eine geniale Idee, denn nicht nur, dass die Kinder so ein festes Zuhause, einen Rhythmus, ein Refugium allen Geschwistern und Eltern haben, sondern auch, dass die Erwachsenen sich neu kennenlernen, miteinander reden und letztlich viele Vorurteile, Masken und Vorwürfe fallen. Der Plan gelingt und die Eltern sind nach einer Probephase überzeugt: Die Kinder bringen selbstständig den Müll raus und gehen einkaufen!

WPU 8,9,10

Frau Humann