Aktuelle Position: 

ZWISCHEN TRADITION UND REALITÄT: Warum Schule sich verändern muss


Wir stel­len uns als Schu­le bewusst den Her­aus­for­de­run­gen des 21. Jahr­hun­derts und haben den Weg der Schul­trans­for­ma­ti­on ein­ge­schla­gen. Drei Säu­len lei­ten uns:
✅ Chan­cen­gleich­heit & Bil­dungs­ge­rech­tig­keit – wir för­dern und for­dern alle Ler­nen­den.
✅ Par­ti­zi­pa­ti­on & Ver­net­zung – alle Schul­be­tei­lig­ten brin­gen sich ein; wir öff­nen uns nach außen.
✅ Gemein­schaft & Wohl­be­fin­den – Schu­le als Ort, an dem sich alle ein­brin­gen und wohl­füh­len kön­nen.

Wir müs­sen ehr­lich sein: Noch immer arbei­ten wir in 45 bzw. 90-Minu­ten-Tak­ten aus dem 19. Jahr­hun­dert, hal­ten Kin­der stun­den­lang im Sit­zen und wun­dern uns über feh­len­de Moti­va­ti­on und Kon­zen­tra­ti­on. KI zeigt: Lehr­kräf­te sind längst nicht mehr allei­ni­ge Wis­sens­quel­le. Schü­le­rin­nen und Schü­ler brau­chen Krea­ti­vi­tät, kri­ti­sches Den­ken, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, Team­ar­beit und Ori­en­tie­rung in kom­ple­xen Zusam­men­hän­gen. Fach­si­los und rei­ner Takt­un­ter­richt pas­sen nicht mehr zur Lebens­rea­li­tät – hand­lungs­ori­en­tier­tes, fächer­über­grei­fen­des Arbei­ten ist eine Not­wen­dig­keit.

Schul­trans­for­ma­ti­on gelingt nur, wenn auch Abschluss­prü­fun­gen an die Bedar­fe des 21. Jahr­hun­derts ange­passt wer­den. Noch immer wer­den Prü­fun­gen in Ein­zel­ar­beit abge­legt, obwohl die Her­aus­for­de­run­gen der Zeit nur in mul­ti­pro­fes­sio­nel­len Teams gelöst wer­den kön­nen.

Als Schul­lei­te­rin weiß ich: Vie­le Schu­len machen sich auf die­sen Weg – doch Trans­for­ma­ti­on gelingt nicht im Allein­gang. Im Bezirk Mar­zahn-Hel­lers­dorf unter­stüt­zen wir uns gegen­sei­tig. Wenn Bil­dung wirk­lich Prio­ri­tät haben soll, müs­sen Län­der und Staat die­sen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess aktiv beglei­ten – mit Per­so­nal, Zeit, ver­läss­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen und wis­sen­schaft­li­cher Exper­ti­se. Refor­men auf dem Papier rei­chen nicht.

Ein beson­de­rer Dank geht an Kath­rin Tietz, die unse­ren Kick-off pro­fes­sio­nell beglei­tet und im Kol­le­gi­um eine ech­te Auf­bruchs­stim­mung initi­iert hat.

Wie schaf­fen ande­re Schu­len es, sich den Her­aus­for­de­run­gen des 21. Jahr­hun­derts zu stel­len und über­hol­te Struk­tu­ren zu überwinden?