Am Otto-Nagel-Gymnasium profitieren wir seit vielen Jahren von engagierten Referendarinnen und Referendaren. Viele von ihnen sind später als Kolleginnen und Kollegen geblieben und haben hier einen erfolgreichen, professionellen und sehr geschätzten Weg eingeschlagen. Diese Bindung und Entwicklung der Lehrkräfte ist Ergebnis einer intensiven und konsequenten Arbeit an unserer Schule.
Aktuell wird intensiv über die Reform der Lehrkräfteausbildung diskutiert, und die Vorschläge, wie künftig Referendarinnen und Referendare ausgebildet werden sollen, werden immer konkreter.
Gerade deshalb ist für uns klar:
Eine zeitgemäße, qualitativ hochwertige Lehrkräfteausbildung ist eine der zentralen Zukunftsfragen für Schule.
Referendarinnen und Referendare brauchen:
-> gute Begleitung durch Mentorinnen und Mentoren,
-> Zeit für Reflexion, Hospitation und Feedback,
-> Raum für fachliche, didaktische und pädagogische Entwicklung,
-> und eine Ausbildung, die Themen wie Digitalisierung, Heterogenität, Inklusion, Demokratiebildung und Unterrichtsentwicklung ernst nimmt.
Was Referendarinnen und Referendare nicht brauchen, ist eine Ausbildung, die primär darauf ausgerichtet ist, kurzfristig den Lehrkräftemangel zu kompensieren. Ein erhöhtes Arbeitspensum zulasten der Ausbildungszeit ist kein nachhaltiges Modell; weder für die Qualität von Schule noch für die langfristige Gewinnung von Lehrkräften.
Das Referendariat ist kein Lückenfüller, sondern die entscheidende Professionalisierungsphase im Lehrerberuf. Wer hier kürzt, verdichtet oder reduziert, spart an der Zukunft von Bildung.
Am Otto-Nagel-Gymnasium setzen wir bewusst auf Ausbildung als Investition – und auf strukturierte, verlässliche Begleitung:
Mit einer institutionalisierten Ausbildungsstruktur werden unsere Referendarinnen und Referendare von Anfang bis zum Ende des Referendariats begleitet. Zwei Lehrkräfte stehen dabei kontinuierlich als feste Ansprechpersonen zur Verfügung, koordinieren die Ausbildung, schaffen Verbindlichkeit und sorgen für Reflexionsräume über Fächergrenzen hinweg.
So verstehen wir Ausbildung nicht als Zusatzaufgabe, sondern als Teil unserer Schulentwicklung.
Wir sind und bleiben sehr gern Ausbildungsschule auch als Auftrag für unsere Stadt und zur Stärkung von Außenbezirken in Berlin.
Referendarinnen und Referendare bereichern unsere Schule, bringen neue Perspektiven ein, setzen Impulse und helfen uns, fachlich, didaktisch und pädagogisch am Zahn der Zeit zu bleiben.
Gute Lehrkräfte entstehen nicht durch ein höheres Arbeitspensum –
sondern durch gute Ausbildung.





