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Philosophin des Monats April: Hannah Arendt

Frei­heit — der wich­tigs­te Wert eines Staates

Han­nah Are­ndt (1906–1975) zählt zu den zen­tra­len deut­schen Phi­lo­so­phin­nen und war eine Weg­be­rei­te­rin der Tota­li­ta­ris­mus­for­schung. 1933 flüch­te­te sie vor dem Natio­nal­so­zia­lis­mus in die USA. Sie ist bekannt für ihre Ana­ly­sen zu Macht, Gewalt und der „Bana­li­tät des Bösen” und ver­bin­det his­to­ri­sche Aus­wer­tung mit poli­ti­scher Phi­lo­so­phie. Sie beschäf­tig­te sich beson­ders mit der Bedeu­tung des Begriffs Freiheit.

Wie ent­steht Frei­heit in Gesell­schaf­ten, in denen Ter­ror und Unter­drü­ckung den öffent­li­chen poli­ti­schen Raum schä­di­gen? In ihrem Haupt­werk „Vita acti­va oder Vom täti­gen Leben” (1958) zeigt Are­ndt, dass staat­li­che Unter­drü­ckung den frei­en Aus­tausch zwi­schen Men­schen blo­ckiert und dadurch mensch­li­ches Han­deln einschränkt.

Die Fra­ge bleibt aktu­ell: Wel­che Bedin­gun­gen und Mecha­nis­men ermög­li­chen oder ver­hin­dern heu­te noch einen offe­nen poli­ti­schen Raum und gerech­te Hand­lungs­mög­lich­kei­ten? Gera­de ange­sichts des Wie­der­auf­le­bens rech­ter Ten­den­zen ist es wich­tig zu unter­su­chen, wie Tota­li­ta­ris­mus ent­steht, funk­tio­niert und bekämpft wer­den kann, um Frei­heits­räu­me zu schüt­zen und staats­bür­ger­li­che Par­ti­zi­pa­ti­on zu stär­ken.

U.Scholz — FB Ethik