Aktuelle Position: 

VIELFALT verbindet — Gemeinsam stark MIT HERZ!

Viel­falt leben!

Am Otto-Nagel-Gym­na­si­um ist Viel­falt kein Schlag­wort, son­dern Teil des All­tags. Unter­schied­li­che Lebens­rea­li­tä­ten sind im Schul­all­tag sichtbar.

Ein beson­ders star­kes Zei­chen an unse­rer Schu­le ist die Inter­es­sen­ge­mein­schaft (IG) Que­er, gegrün­det und orga­ni­siert von Schü­le­rin­nen und Schü­lern. Sie orga­ni­sie­ren regel­mä­ßi­ge Tref­fen und schaf­fen Räu­me für Aus­tausch, Unter­stüt­zung und Auf­klä­rung. Das Bedürf­nis nach Sicht­bar­keit und Gemein­schaft ist groß. Als Schu­le ermög­li­chen wir dafür die ent­spre­chen­den Räume.

So fin­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler den Mut, sich öffent­lich dazu zu beken­nen, dass ihr bio­lo­gi­sches Geschlecht nicht ihrem geleb­ten Geschlecht ent­spricht. Durch die­se gewoll­te Sicht­bar­keit wer­den sie nicht zu Rand­grup­pen mar­gi­na­li­siert, son­dern sind ein selbst­ver­ständ­li­cher Teil der Schul­ge­mein­schaft. Anders­sein begeg­nen wir mit Respekt, Soli­da­ri­tät und Selbstverständlichkeit.

Die­se Hal­tung ent­steht nicht von allein. Sie ist das Ergeb­nis gemein­sa­mer Anstren­gun­gen von Schü­le­rin­nen und Schü­lern, Kol­le­gi­um und Schul­lei­tung, die Schu­le als siche­ren Raum zu gestal­ten — einen Raum, in dem alle Kin­der und Jugend­li­chen ihre eige­ne Iden­ti­tät ent­wi­ckeln und zei­gen kön­nen, frei von Angst und Ausgrenzung.

Mit Blick auf unse­re Schul­ge­mein­schaft kön­nen wir fest­hal­ten: Im Bereich der Inklu­si­on haben wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wich­ti­ge Fort­schrit­te gemacht. Der Umbau unse­res Schul­ge­bäu­des hat neue Mög­lich­kei­ten geschaf­fen. Mit dem Ein­bau eines Fahr­stuhls wur­den phy­si­sche Bar­rie­ren abge­baut. Unse­re digi­ta­len Mög­lich­kei­ten im Rah­men des Schul­ver­suchs „Hybri­des Ler­nen“ eröff­nen zusätz­li­che Wege, um indi­vi­du­ell zu för­dern und Ler­nen unab­hän­gig von Orts- und Zeit­struk­tu­ren zugäng­li­cher zu gestal­ten.
Und den­noch wis­sen wir: Der Weg zu einer wirk­lich umfas­sen­den Inklu­si­on ist noch nicht abge­schlos­sen. Lehr­kräf­te leis­ten hier täg­lich viel, sto­ßen jedoch auch an struk­tu­rel­le Gren­zen. Wenn wir Inklu­si­on kon­se­quent umset­zen wol­len, braucht es wei­ter­hin mehr Unter­stüt­zung, mehr Res­sour­cen sowie ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, Fort­bil­dun­gen und den Auf­bau mul­ti­pro­fes­sio­nel­ler Teams.

Viel­falt bedeu­tet für uns nicht nur Akzep­tanz, son­dern ein akti­ves Mit­ein­an­der. Es geht dar­um, Unter­schie­de nicht nur aus­zu­hal­ten, son­dern sie als Berei­che­rung zu begrei­fen — und gleich­zei­tig die eige­nen Her­aus­for­de­run­gen klar zu benen­nen.
Denn Schu­le ist mehr als ein Ort des Ler­nens. Sie ist ein Ort des Zusam­men­le­bens. Und die­ses Zusam­men­le­ben gelingt nur, wenn alle ihren Platz dar­in fin­den. Schu­le ist immer auch ein Spie­gel­bild der Gesell­schaft und kann zugleich Vor­bild für sie sein.

Team Öffent­lich­keits­ar­beit