Aktuelle Position: 

Unser Dänemark-Austausch 2026

Die Dänen kom­men nach Berlin

Eine Woche vol­ler neu­er Begeg­nun­gen, span­nen­der Ein­drü­cke und inter­na­tio­na­ler Stim­mung: Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der däni­schen Stadt Oden­se besuch­ten im März das Otto-Nagel-Gym­na­si­um in Ber­lin und erleb­ten gemein­sam mit uns einen abwechs­lungs­rei­chen Aus­tausch vol­ler gemein­sa­mer Akti­vi­tä­ten und neu­er Bekanntschaften. 

Im Fokus: Deut­sche Geschichte:

Auf dem Plan stan­den unter ande­rem eine indi­vi­du­ell aus­ge­ar­bei­te­te Stadt­tour durch die Ber­li­ner Innen­stadt sowie unter­schied­li­che Muse­ums­be­su­che, wie etwa im Deutsch­land- oder DDR-Muse­um, in denen die däni­schen Gäs­te in die reich­hal­ti­ge Geschich­te Deutsch­lands ein­tau­chen konn­ten. Neben den Muse­ums­be­su­chen erwies sich auch die inter­ak­ti­ve Füh­rung durch die Ber­li­ner Unter­wel­ten als beson­de­res High­light, da sie uns unmit­tel­bar zurück in die Zeit des Kal­ten Krie­ges in Ber­lin ver­setz­te, geprägt von mas­si­vem Beton und weit­läu­fi­gen Luft­schutz­bun­kern, die wir aus­führ­lich erkun­den konnten. 

Schon gute Tra­di­ti­on: Der gemein­sa­me Bow­lin­ga­bend

Zu guter Letzt klang der Besuch der Dänen in Ber­lin mit einem gemein­schaft­li­chen Bow­lin­ga­bend am East­gate aus und schließ­lich kehr­ten die däni­schen Aus­tausch­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler frei­tags samt vol­ler, beim Shop­ping in der Innen­stadt gefüll­ter Taschen nach Däne­mark zurück.

Auf nach Dänemark!

Nach zwei Mona­ten ging es für uns dann nach Oden­se, also von der Groß­stadt Ber­lin in das - aus unse­rer Per­spek­ti­ve — eher klei­ne däni­sche Ört­chen, auch wenn Oden­se eigent­lich zu den größ­ten Städ­ten Däne­marks gehört.

Das St.-Knuds-Gymnasium

Als wir uns die Schu­le ange­schaut haben, waren wir sehr beein­druckt, wie modern und fort­schritt­lich dort alles ist. Auch der Unter­richt ist viel offe­ner gestal­tet als bei uns. Außer­dem haben wir ein däni­sches Lied gelernt und ein paar typi­sche däni­sche Flos­keln. Es war inter­es­sant zu mer­ken, wie unter­schied­lich die Spra­che ist, obwohl man trotz­dem man­che Wör­ter ver­ste­hen kann.

Dänemark im Mit­tel­al­ter und in der Frü­hen Neuzeit

Am ers­ten Tag unse­res Auf­ent­hal­tes haben wir außer­dem das „Fyns­ke Lands­by besucht, wo das frü­he, aus­schließ­lich agra­risch gepräg­te Däne­mark dar­ge­stellt wird. Es war span­nend zu hören, wie arm Däne­mark frü­her ein­mal war. Heute sieht man davon aller­dings kaum noch etwas. Natür­lich haben wir auch das klei­ne, gemüt­li­che Oden­se erkundet.

Däne­mark als Vor­zei­ge­land in Sachen Erneu­er­ba­re Ener­gien und Nachhaltigkeit

Am Mitt­woch sind wir nach Kopen­ha­gen gefah­ren. Die Kanal­fahrt war schön und gleich­zei­tig extrem win­dig. Vom Was­ser aus hat­ten wir Gele­gen­heit, auf eine dermoderns­ten Müll­ver­bren­nungs­an­la­gen der Welt zu schau­en. Die Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge Ama­ger Bak­ke ver­brennt seit 2017 in Kopen­ha­gen jähr­lich 400.000 Ton­nen Müll und belie­fert rund 160.000 Haus­hal­te mit Fern­wär­me und 62.500 Häu­ser mit elek­tri­scher Ener­gie. Das Dach dient rund ums Jahr als künst­li­che Ski­piste. Däne­mark errich­te­te bereits 1991 ers­te Wind­ener­gie-Parks und ist heu­te schon in der Ener­gie­ver­sor­gung unab­hän­gig von fos­si­len Brenn­stof­fen. Uns fiel auch auf, dass die Umstel­lung auf Elek­tro­mo­bi­li­tät in Däne­mark sehr weit fort­ge­schrit­ten ist und es in Kopen­ha­gen – wie auch in Oden­se – eine toll aus­ge­bau­te Infra­struk­tur für den Fahr­rad­ver­kehr gibt. Nach unse­rer Kanal­fahrt hat­ten wir dann Zeit zum Shop­pen und konn­ten die Innenstadt selbst erkun­den. Am Abend waren wir auf einem Street­food-Mar­ket, wo es Essen aus aller Welt gab.

Hans-Chris­ti­an-Ander­sen Museum:

An unse­rem letz­ten Tag haben wir gemein­sam mit unse­ren däni­schen Aus­tausch­schü­le­rin­nen und ‑schü­lern däni­sches Eis geges­sen, das umge­rech­net ca.5 € (!) pro Kugel gekos­tet hat. Bei dem Preis muss­te man das Eis ein­fach genie­ßen! Danach waren wir alle zusam­men im Hans Chris­ti­an-Ander­sen-Haus, einem Muse­um, das dem welt­weit berühm­ten Mär­chen­au­tor gewid­met ist und mit vie­len inter­ak­ti­ven Aus­stel­lungs­ob­jek­ten tie­fe Ein­bli­cke in sein Leben und Schaf­fen ermög­licht. Oden­se ist sehr stolz auf den Dich­ter, der in der Stadt gebo­ren wurde. 

Der letz­te Abend ist dann im St-Knuds-Gym­na­si­um mit Piz­za und einem gemein­sa­men Base­ballspiel zu Ende gegangen. 

Der Aus­tausch war eine inter­es­san­te Erfah­rung, die wir so schnell nicht ver­ges­sen werden.

Hele­ne H., Jonas H. (10.3) und Fr. Ilgner