Die Dänen kommen nach Berlin
Eine Woche voller neuer Begegnungen, spannender Eindrücke und internationaler Stimmung: Schülerinnen und Schüler aus der dänischen Stadt Odense besuchten im März das Otto-Nagel-Gymnasium in Berlin und erlebten gemeinsam mit uns einen abwechslungsreichen Austausch voller gemeinsamer Aktivitäten und neuer Bekanntschaften.
Im Fokus: Deutsche Geschichte:
Auf dem Plan standen unter anderem eine individuell ausgearbeitete Stadttour durch die Berliner Innenstadt sowie unterschiedliche Museumsbesuche, wie etwa im Deutschland- oder DDR-Museum, in denen die dänischen Gäste in die reichhaltige Geschichte Deutschlands eintauchen konnten. Neben den Museumsbesuchen erwies sich auch die interaktive Führung durch die Berliner Unterwelten als besonderes Highlight, da sie uns unmittelbar zurück in die Zeit des Kalten Krieges in Berlin versetzte, geprägt von massivem Beton und weitläufigen Luftschutzbunkern, die wir ausführlich erkunden konnten.
Schon gute Tradition: Der gemeinsame Bowlingabend
Zu guter Letzt klang der Besuch der Dänen in Berlin mit einem gemeinschaftlichen Bowlingabend am Eastgate aus und schließlich kehrten die dänischen Austauschschülerinnen und ‑schüler freitags samt voller, beim Shopping in der Innenstadt gefüllter Taschen nach Dänemark zurück.
Auf nach Dänemark!
Nach zwei Monaten ging es für uns dann nach Odense, also von der Großstadt Berlin in das - aus unserer Perspektive — eher kleine dänische Örtchen, auch wenn Odense eigentlich zu den größten Städten Dänemarks gehört.
Das St.-Knuds-Gymnasium
Als wir uns die Schule angeschaut haben, waren wir sehr beeindruckt, wie modern und fortschrittlich dort alles ist. Auch der Unterricht ist viel offener gestaltet als bei uns. Außerdem haben wir ein dänisches Lied gelernt und ein paar typische dänische Floskeln. Es war interessant zu merken, wie unterschiedlich die Sprache ist, obwohl man trotzdem manche Wörter verstehen kann.
Dänemark im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
Am ersten Tag unseres Aufenthaltes haben wir außerdem das „Fynske Landsby“ besucht, wo das frühe, ausschließlich agrarisch geprägte Dänemark dargestellt wird. Es war spannend zu hören, wie arm Dänemark früher einmal war. Heute sieht man davon allerdings kaum noch etwas. Natürlich haben wir auch das kleine, gemütliche Odense erkundet.
Dänemark als Vorzeigeland in Sachen Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit
Am Mittwoch sind wir nach Kopenhagen gefahren. Die Kanalfahrt war schön und gleichzeitig extrem windig. Vom Wasser aus hatten wir Gelegenheit, auf eine dermodernsten Müllverbrennungsanlagen der Welt zu schauen. Die Müllverbrennungsanlage Amager Bakke verbrennt seit 2017 in Kopenhagen jährlich 400.000 Tonnen Müll und beliefert rund 160.000 Haushalte mit Fernwärme und 62.500 Häuser mit elektrischer Energie. Das Dach dient rund ums Jahr als künstliche Skipiste. Dänemark errichtete bereits 1991 erste Windenergie-Parks und ist heute schon in der Energieversorgung unabhängig von fossilen Brennstoffen. Uns fiel auch auf, dass die Umstellung auf Elektromobilität in Dänemark sehr weit fortgeschritten ist und es in Kopenhagen – wie auch in Odense – eine toll ausgebaute Infrastruktur für den Fahrradverkehr gibt. Nach unserer Kanalfahrt hatten wir dann Zeit zum Shoppen und konnten die Innenstadt selbst erkunden. Am Abend waren wir auf einem Streetfood-Market, wo es Essen aus aller Welt gab.
Hans-Christian-Andersen Museum:
An unserem letzten Tag haben wir gemeinsam mit unseren dänischen Austauschschülerinnen und ‑schülern dänisches Eis gegessen, das umgerechnet ca.5 € (!) pro Kugel gekostet hat. Bei dem Preis musste man das Eis einfach genießen! Danach waren wir alle zusammen im Hans Christian-Andersen-Haus, einem Museum, das dem weltweit berühmten Märchenautor gewidmet ist und mit vielen interaktiven Ausstellungsobjekten tiefe Einblicke in sein Leben und Schaffen ermöglicht. Odense ist sehr stolz auf den Dichter, der in der Stadt geboren wurde.
Der letzte Abend ist dann im St-Knuds-Gymnasium mit Pizza und einem gemeinsamen Baseballspiel zu Ende gegangen.
Der Austausch war eine interessante Erfahrung, die wir so schnell nicht vergessen werden.
Helene H., Jonas H. (10.3) und Fr. Ilgner




