Am 12. Juni fand im NH Berlin Alexanderplatz die Bundesqualifikation von Jugend debattiert statt. Aus allen Bundesländern kamen die jeweils besten 32 Schüler der beiden Altersgruppen zusammen, um sich auf Bundesebene miteinander zu messen. Wer hier antritt, hat bereits Schul‑, Regional- und Landesebene erfolgreich durchlaufen und gehört damit zu den überzeugendsten jungen Debattierenden Deutschlands.
Für unsere Schule trat Saskia S. (Q4) in der Altersgruppe II an. In zwei spannenden Debatten konnte sie zeigen, was sie in den vergangenen Monaten erarbeitet und trainiert hatte: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Sie vertrat ihre Positionen klar, reagierte aufmerksam auf die Beiträge der anderen Teilnehmenden und machte damit deutlich, dass eine gute Debatte vor allem vom gemeinsamen Denken lebt.
Auch wenn Saskia am Ende nicht zu den vier Teilnehmenden gehörte, die in das Bundesfinale einzogen, bleibt ihre Leistung außergewöhnlich. Sich bis zur Bundesqualifikation vorzuarbeiten, dort vor einer erfahrenen Jury anzutreten und mit den besten Debattierenden aus ganz Deutschland auf Augenhöhe zu diskutieren, ist ein großer Erfolg. Wir gratulieren ihr herzlich zu dieser besonderen Leistung und sind sehr stolz darauf, dass sie unsere Schule auf Bundesebene vertreten hat.
Besonders gefreut haben wir uns auch darüber, dass in der Altersgruppe II eine weitere Schülerin einer Berliner Schule, mit der wir in einem Verbund zusammenarbeiten, den Einzug ins Bundesfinale geschafft hat, s Die beiden Berliner Teilnehmerinnen haben gezeigt, dass Jugend debattiert mehr ist als Platzierungen und Ergebnisse. Es war schön zu erleben, wie sehr sie sich gegenseitig unterstützt haben, wie sie miteinander mitgefiebert und sich füreinander gefreut haben. Genau diese Haltung macht den Wettbewerb so besonders: Neben Leistung zählen Fairness, Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung.
Das Bundesfinale wurde bereits einen Tag später, am 13.06.26., in der Axica direkt neben dem Brandenburger Tor abgehalten. An diesem architektonisch einmaligen Ort fand der Wettbewerb seinen verdienten Höhepunkt.
Der diesjährige Wettbewerb war nicht nur für uns etwas ganz Besonderes. Jugend debattiert stand außerdem im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 25 Jahre Jugend debattiert. Passend dazu lohnt sich ein Blick in den Jubiläumsfilm „Besser streiten – 25 Jahre Debattenkultur“: https://www.youtube.com/watch?v=43nWxEIxmVc.
Der Film zeigt, wie sich Jugend debattiert seit seinen Anfängen entwickelt hat und warum das Programm für so viele Schüler, Lehrkräfte, Trainer, ehemalige Teilnehmende und Unterstützer bis heute prägend ist. Deutlich wird: Jugend debattiert ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern ein Netzwerk, das junge Menschen ermutigt, Haltung zu zeigen, andere Perspektiven einzunehmen und respektvoll miteinander zu streiten.
Das Jubiläum wurde auch beim Bundesfinale besonders sichtbar: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr des Programms, hielt dort eine Rede und betonte, wie wichtig es ist, Widerspruch auszuhalten, andere Perspektiven ernst zu nehmen und demokratische Debatten respektvoll zu führen.
Die Rede vom Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier beim Bundesfinale 2026 „25 Jahre Jugend debattiert“ kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/bpr-finale-jugend-debattiert-2440666
Ob als Teilnehmer, Jurymitglied, Lehrkraft oder Zuschauer, auch dieses Jahr wurde wieder deutlich, warum Jugend debattiert auch nach 25 Jahren nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Wer debattiert, lernt, Verantwortung für das eigene Wort zu übernehmen, andere Meinungen auszuhalten und die eigene Position immer wieder zu prüfen. Wir gratulieren Saskia ganz herzlich zu ihrem Erfolg und danken allen, die sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben.
Anne-Maria Friebel und Julia Königs







