Im Berliner Schulversuch „Hybride Formen des Lehrens und Lernens“ stellen wir uns der Frage, wie Unterricht unter den Bedingungen der Digitalität gestaltet werden muss, ohne das Fundament der Schule aus den Augen zu verlieren. Nach den Erfahrungen von Corona bleibt Präsenz unser Maßstab. Trotzdem brauchen wir Wege, die in besonderen Situationen handlungsfähig halten.
Hybride Formen setzen wir gezielt und überwiegend temporär ein: bei Verletzungen wie einem gebrochenen Bein, bei kurzfristiger Abwesenheit einer Lehrkraft oder für Abstimmungen, die sonst ausfallen würden. Diese Lösungen funktionieren, weil unsere Schülerinnen und Schüler daran gewöhnt sind und weil sie besser sind als Unterrichtsausfall.
Darüber hinaus nutzen wir digitale Möglichkeiten u.a. bewusst für:
• Experteninterviews weltweit, häufig im Rahmen der 5. Prüfungskomponente und der mediengestützten Projektarbeit im 10. Jahrgang.
• Austausch mit Partnerschulen über Mail und Videokonferenzen.
• Klare Aufgaben für Auslandsaufenthalte mit anschließender Präsentation in der Lerngruppe.
• Feedbackrunden und Gruppenarbeit, die zeitweise auch außerhalb des Schulgebäudes funktionieren.
Aktuell stehen wir vor einer weiteren Aufgabe: dem Umgang mit KI, dem gezielten Austausch zwischen Chatbot und Klassenzimmer. Auch dabei gilt für uns: Technik dient dem Lernen.
Wir bewahren das, was Schule ausmacht, und nutzen digitale Mittel dort, wo sie stärken und entlasten. So halten wir Schritt, ohne die Richtung zu verlieren. Hybride Formate sind kein Ersatz für Präsenzunterricht, sondern eine sinnvolle Ergänzung.





