Aktuelle Position: 

Eltern als Brückenbauer im Prozess der Schulentwicklung

Schul­ent­wick­lung ist kein gerad­li­ni­ger Pro­zess. Sie bedeu­tet Ver­än­de­rung. Altes muss Neu­em wei­chen. Genau dar­in liegt eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen: Wer unmit­tel­bar betrof­fen ist, muss Altes los­las­sen, ohne das Neue schon grei­fen zu kön­nen.

In sol­chen Pha­sen ent­schei­det sich, ob Ent­wick­lung gelingt. Denn ech­te Wei­ter­ent­wick­lung braucht mehr als inter­ne Per­spek­ti­ven. Sie braucht Impul­se von außen. Die­se müs­sen klar, ehr­lich und dem Gemein­sa­men ver­pflich­tet sein.
Die­se Rol­le neh­men bei uns der­zeit in beson­de­rer Wei­se die Eltern ein.
Wäh­rend Tei­le der Schü­ler- und Leh­rer­schaft unter­schied­li­che Posi­tio­nen ver­tre­ten, wirkt die Eltern­schaft ver­bin­dend. Sie erin­nert uns an unse­re Stär­ken, mahnt zur Beson­nen­heit und for­dert das ein, was in Zei­ten der Ver­än­de­rung leicht ver­lo­ren gehen kann: wert­schät­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on, Trans­pa­renz und die kon­se­quen­te Ein­bin­dung aller Betei­lig­ten.
Auf der letz­ten Gesamt­el­tern­ver­tre­tung wur­de genau das deut­lich for­mu­liert:
im Gespräch zu blei­ben, Ent­wick­lun­gen nach­voll­zieh­bar zu machen, Schü­le­rin­nen und Schü­ler aktiv und kon­ti­nu­ier­lich im Pro­zess zu beglei­ten.

Gleich­zei­tig wur­de Unter­stüt­zung ange­bo­ten — nicht als blo­ße Ges­te, son­dern als ernst gemein­ter Bei­trag zur gemein­sa­men Ver­ant­wor­tung.
Eltern sind damit weit mehr als eine beob­ach­ten­de Grup­pe. Sie sind Impuls­ge­ber, Kor­rek­tiv und Motor zugleich. Ihr Blick von außen ist kein Stör­fak­tor, son­dern ein not­wen­di­ges Gegen­ge­wicht, das Ent­wick­lung erdet und aus­rich­tet.
Ich bin dank­bar für die­se kla­re Hal­tung und die Bereit­schaft, Ver­ant­wor­tung mit­zu­tra­gen. Schul­ent­wick­lung gelingt nur gemein­sam, und nur dann, wenn wir die Per­spek­ti­ven aller Betei­lig­ten ernst nehmen.

D. Wolf­ram-Gagel
Schul­lei­tung