Im Rahmen eines einwöchigen Zwischenseminars zum Thema „(Queer-)Feminismus“, organisiert von unserem Träger Demokratie und Dialog e.V., setzten wir uns intensiv und differenziert mit verschiedenen Facetten des Themenfeldes auseinander. Veranstaltungsort war der Amazon Tower an der East Side Mall in Berlin.
Am ersten Tag stand der Einstieg in die Thematik Feminismus im Mittelpunkt. In Gruppenarbeiten tauschten wir uns über unsere Erfahrungen, Eindrücke und Wünsche für die Zukunft aus. Anschließend beschäftigten wir uns mit zentralen Begriffen und Definitionen sowie mit einem Zeitstrahl zu wichtigen feministischen Kämpfen und Gesetzen. Ziel war es, historische Entwicklungen nachvollziehbar zu machen und zu verstehen, wie sich feministische Bewegungen über verschiedene Epochen hinweg verändert haben. Dabei wurde deutlich, dass der Kampf für Geschlechtergerechtigkeit seit vielen Jahren andauert und als Gesellschaft weiterhin viel zu tun bleibt.
Der zweite Seminartag war der queeren Literatur gewidmet. Anhand verschiedener spannender Bücher arbeiteten wir in Gruppen zu bedeutenden Themen wie Körper, Rechte, Medizin, lesbische Identität, Freund*innenschaften und Widerstände. Gemeinsam erstellten wir ein Glossar und klärten zentrale Begriffe.
Am dritten Tag lag der Schwerpunkt auf der queeren Geschichte Berlins. Ein Audio Walk mit ausgewählten Hörspielen ermöglichte es uns, die Stadt sowie bestimmte “queere” Orte — wie zum Beispiel geschützte Räume, Bars und Clubs für die LGBTQ*-Community — aus historischer Perspektive zu erkunden. Anschließend erstellten wir eine passende Kartografie und beendeten den Tag mit weiterer inhaltlicher Vertiefung durch Literatur.
Am Donnerstag starteten wir mit dem Thema „Mit Männern leben?!“ und beschäftigten uns mit patriarchalen Strukturen, kritischer Männlichkeit und Antifeminismus. Diese Inhalte erarbeiteten wir mithilfe kurzer Inputs, Podcasts und Videos. Abschließend reflektierten wir die Seminarwoche gemeinsam, tauschten Erkenntnisse aus und hielten zentrale Lernerfahrungen fest, da der Freitag anders gestaltet wurde.
Der fünfte und letzte Tag stand im Zeichen des Stammtischkampfs gegen Antifeminismus, angeleitet durch “AUFSTEHEN GEGEN RASSISMUS!”. Wir diskutierten, wann und wie klare Grenzen gegenüber menschenfeindlichen oder demokratiefeindlichen Aussagen gezogen werden sollten und welche sprachlichen Mittel dabei helfen können, solchen Positionen wirksam zu widersprechen.
Insgesamt bot das Seminar eine fundierte, spannende und multiperspektivische Auseinandersetzung mit dem Thema (Queer-)Feminismus. Durch die Verbindung von Wissensvermittlung, interaktiven Methoden, Diskussionen und eigenständiger Recherche konnten wir sowohl unsere fachlichen Kompetenzen als auch unsere Reflexions- und Argumentationsfähigkeit weiterentwickeln.
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Die Bundesfreiwilligen 25/26





