Aktuelle Position: 

Demokratie erleben: Der Schülerhaushalt am ONG

Demo­kra­tie lernt man nicht durch Zuhö­ren – man lernt sie, indem man sie aus­übt. Am Otto-Nagel-Gym­na­si­um gehen wir genau die­sen Weg: Mit unse­rer akti­ven Teil­nah­me am Haus­halt für Schü­le­rin­nen und Schü­ler stär­ken wir Mit­be­stim­mung, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und Selbst­wirk­sam­keit.

– Was ist der Haus­halt für Schü­le­rin­nen und Schü­ler?
Die­ser Haus­halt ist ein demo­kra­ti­sches Betei­li­gungs­for­mat, bei dem Schüler*innen eigen­stän­dig über einen fest­ge­leg­ten Geld­be­trag ent­schei­den kön­nen. Sie ent­wi­ckeln Ideen, dis­ku­tie­ren Vor­schlä­ge, stim­men über kon­kre­te Pro­jek­te ab und beglei­ten deren Umset­zung. Ob neue Spiel­ge­rä­te, Ent­span­nungs­in­seln, Tools für den Unter­richt oder Pro­jek­te zur Ver­schö­ne­rung des Schul­hofs – die Ent­schei­dung liegt bei den Jugend­li­chen selbst.

– Wie funk­tio­niert das kon­kret?
In Klas­sen, Kur­sen und IGs wer­den Bedürf­nis­se gesam­melt. Anschlie­ßend bewer­tet die Schü­ler­schaft gemein­sam, wel­che Pro­jek­te sinn­voll, mach­bar und für mög­lichst vie­le von Nut­zen sind. Es folgt eine demo­kra­ti­sche Abstim­mung. Die gewähl­ten Ideen wer­den geplant und umge­setzt – beglei­tet von enga­gier­ten Jugend­li­chen und dem Schul­team. Abschlie­ßend reflek­tie­ren die Betei­lig­ten, was gelun­gen ist und was sie für die nächs­te Run­de ler­nen kön­nen. So erle­ben sie real, wie demo­kra­ti­sche Ent­schei­dun­gen ent­ste­hen: mit Chan­cen, Her­aus­for­de­run­gen und Kom­pro­mis­sen.

– War­um ist das so wich­tig?
Demo­kra­tie braucht Men­schen, die gelernt haben, sich ein­zu­brin­gen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und Ent­schei­dun­gen auch dann zu akzep­tie­ren, wenn sie nicht der eige­nen Mei­nung ent­spre­chen.

Gera­de Kin­der und Jugend­li­che pro­fi­tie­ren enorm:
-> Sie erle­ben ech­te Mit­ge­stal­tung ihres All­tags.
-> Sie ler­nen, wie man argu­men­tiert, zuhört und gemein­sam Lösun­gen ent­wi­ckelt.
-> Sie set­zen sich mit den Bedürf­nis­sen ande­rer aus­ein­an­der – und trai­nie­ren damit Empa­thie und sozia­le Kom­pe­tenz.
-> Sie erfah­ren, dass ihre Stim­me zählt – und dass Enga­ge­ment etwas bewirkt.

Der Schü­ler­haus­halt bie­tet dafür ein idea­les Lern­feld: authen­tisch, betei­li­gungs­ori­en­tiert und mit spür­ba­rem Mehr­wert für die gan­ze Schul­ge­mein­schaft.

– Unser Bei­trag am Otto-Nagel-Gym­na­si­um
Wir schaf­fen Raum für Betei­li­gung, beglei­ten Dis­kus­sio­nen, ver­mit­teln Kom­pe­ten­zen und för­dern eine Kul­tur, in der Mei­nun­gen respek­tiert und Viel­falt als Berei­che­rung ver­stan­den wird. Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler zei­gen jedes Jahr, wie krea­tiv, ver­ant­wor­tungs­voll und gemein­schafts­ori­en­tiert sie agie­ren, wenn man ihnen ech­te Ent­schei­dungs­mög­lich­kei­ten gibt. Ein Dank gilt dem gesam­ten Team, das Pro­zes­se beglei­tet, orga­ni­siert und reflek­tiert.

Demo­kra­tie­bil­dung ist nicht nur ein Auf­trag – sie ist eine Hal­tung. Der Haus­halt für Schü­le­rin­nen und Schü­ler ist ein star­kes Instru­ment, um die­se Hal­tung mit Leben zu fül­len und jun­ge Men­schen zu akti­ven Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zu begleiten.