Aktuelle Position: 

Kof­fer gepackt, Ruck­sack geschnappt und ab zum Flug­ha­fen. Dort nah­men uns schon Frau Wend­land und Frau Gudow­ski in Emp­fang. Dann schnell durch die Sicher­heits­kon­trol­le, ein paar letz­te Snacks gekauft und schon saßen wir am Mon­tag, dem 14. Juli 2025 im Flug­zeug in Rich­tung Lis­sa­bon, wo unse­re ein­wö­chi­ge Stu­di­en­rei­se hinführte.

Doch als wir unser Hos­tel in Lis­sa­bon erreich­ten, war der Schreck zunächst groß: enge Zim­mer und Gemein­schafts­bä­der. Auch das Abend­essen ver­bes­ser­te unse­ren Ein­druck des Hos­tels nicht unbe­dingt, obwohl das Küchen­per­so­nal über­aus freund­lich war und Nach­schlag ger­ne gewährt wur­de. Als wir jedoch die wun­der­schö­ne Dach­ter­ras­se des Hotels ent­deck­ten, war zunächst alles wie­der ver­ges­sen. Spä­tes­tens am Abend brach­te die ers­te Erkun­dung der Stadt wie­der gute Stim­mung in die Runde.

Am nächs­ten Mor­gen ging es für uns bereits früh aus den Bet­ten, um vor der ein­tref­fen­den Mit­tags­hit­ze den Stadt­teil Bélem, einen wei­te­ren Teil der Stadt, rund um das Klos­ter Mos­tei­ro dos Jeró­ni­mos zu erkun­den. Nach der Mit­tags­pau­se hat­ten wir nun Zeit unse­ren Arbeits­auf­trag der Stu­di­en­fahrt zu begin­nen, den wir im Lau­fe der Woche fer­tig­stel­len soll­ten. Wir teil­ten uns in Vie­rer­grup­pen auf und ent­deck­ten ver­schie­de­ne Stadt­rou­ten. Hier­bei film­te jede Grup­pe vier bis fünf typi­sche Orte Lis­sa­bons – man­che mehr, man­che weni­ger sehens­wert – um schließ­lich einen Vlog in eng­li­scher Spra­che zu gestalten.

Am Mitt­woch began­nen wir unse­ren Tag mit einer infor­ma­ti­ven und inter­ak­ti­ven Füh­rung durch das Lis­boa Sto­ry Cen­ter, wäh­rend wel­cher wir vie­le span­nen­de Fak­ten der por­tu­gie­si­schen Geschich­te ken­nen­lern­ten, die jedoch lei­der ziem­lich ein­sei­tig, näm­lich glo­ri­fi­zie­rend und roman­ti­sie­rend, die Kolo­ni­al­ge­schich­te Por­tu­gals dar­stell­te. Ange­sichts der Hit­ze des Tages ent­schlos­sen wir uns dazu, nach einem schnel­len Mit­tag­essen gemein­sam nach Caxi­as zu fah­ren und dort unse­ren Nach­mit­tag mit Baden, Eis und Limo­na­de zu ver­brin­gen. Die Rück­fahrt am Abend stell­te sich jedoch als deut­lich schwie­ri­ger, als erahnt, her­aus. Auf­grund viel zu über­füll­ter Züge konn­te ein Teil unse­rer Grup­pe erst nach einer gefühl­ten Ewig­keit in die Stadt zurück­keh­ren, doch auch die­se Zeit ließ sich durch einen klei­nen Kiosk am Bahn­hof gut überbrücken.

An unse­rem letz­ten vol­len Tag stand eine ent­spann­te Bus­tour durch die Umge­bung Lis­sa­bons an. Unser ers­ter Halt war der Palá­cio Nacio­nal da Pena in Sin­tra, ein far­ben­fro­hes Schloss aus dem 19. Jahr­hun­dert. Die­sel­be Rei­se­lei­te­rin, die zwei Tage zuvor die Stadt­füh­rung mit uns unter­nahm, beglei­te­te uns und führ­te uns nicht nur durch das Schloss, son­dern beschrieb auch das Leben in Por­tu­gal, vom Bil­dungs­sys­tem, über die Miet- und Wohn­si­tua­ti­on, bis hin zu Bräu­chen und Sagen. Anschlie­ßend ging es durch die wun­der­schö­ne Natur und klei­ne Dör­fer wei­ter zum Aus­sichts­punkt Cabo da Roca, wel­cher gleich­zei­tig den west­lichs­ten Punkt des euro­päi­schen Fest­lands dar­stellt. Zum Abschluss ging es dann in die Klein­stadt Cas­cais, wo wir erneut Zeit am Strand und in Restau­rants ver­brin­gen konnten.

Beson­ders erleb­nis­reich blei­ben uns auch die vier Aben­de in Erin­ne­rung, wel­che uns jeden Tag zur frei­en Ver­fü­gung stan­den. So konn­ten wir die Alt­stadt erkun­den, zusam­men essen gehen, das ein oder ande­re Foto­shoo­ting ver­an­stal­ten oder auch ein­fach entspannen.

Den Vor­mit­tag unse­res letz­ten Tages nutz­ten wir, um noch ein paar letz­te Ein­drü­cke der Stadt zu sam­meln. Gegen Mit­tag bega­ben wir uns dann auf den Weg zum Flug­ha­fen. Nach einem chao­ti­schen Self-Check-in und einem leicht ver­spä­te­ten Flug lan­de­ten wir nachts wie­der sicher in Ber­lin. Dann hieß es lei­der schon Abschied neh­men, denn unse­re rund­um sehr schö­ne Stu­di­en­rei­se in die Haupt­stadt Por­tu­gals, nahm nun lei­der ein Ende.

Zurück­bli­ckend war die Stu­di­en­rei­se nach Lis­sa­bon also eine sehr lehr­rei­che, aber auch erhol­sa­me Woche, mit gran­dio­sem Wet­ter, toll orga­ni­sier­ten Akti­vi­tä­ten und zwei sehr auf­ge­schlos­se­nen, sowie für­sorg­li­chen Lehrerinnen.

Antho­ny R., Eli­as M., Har­di A. & Lenya D. 

_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​

Aus­zeich­nung der bes­ten Tour-Vlogs

1. Platz: Yam B., Lara G., Anna­bel­le T., Leni G. & Ella K.

(Rou­te 5: Casa do Alen­te­jo > Mar Lar­go > Ele­va­dor de San­ta Jus­ta > Retro­sa­ria Bijou > Arco da Rua Augus­ta > Cais das Colunas)

2. Platz: Sophia G., My Thui (Lou) L., Mar­le­ne F. & Fran­zi R.

(Rou­te 2: Mira­dou­ro do Mon­te Agu­do > Cor­ti­ço e Netos > geka­chel­te Fas­sa­de > A Vida Portuguesa)

3. Platz: Emmy W., Niki­ta L., Anika T. & Samu P.

(Rou­te 4: Graf­fi­to Fado Vadio > Igre­ja de São Cris­tó­vão > Estacio­na­men­to do Chão do Lou­rei­ro > Cas­te­lo de São Jor­ge > Mira­dou­ro do Recolhimento)

Die­se Schü­le­rin­nen und Schü­ler haben die gelun­gens­ten Vlogs unse­res Lis­sa­bon-Pro­jekts erstellt. Die Ent­schei­dung für den ers­ten Platz ist uns nicht leicht­ge­fal­len, denn alle sechs ein­ge­reich­ten Vide­os waren krea­tiv, amü­sant, infor­ma­tiv und sehr sehenswert.

Das Gewin­ne­rin­nen­vi­deo kann über fol­gen­den Link ein­ge­se­hen werden:

https://​ser​ver​.ong​.ber​lin:3005/​s​h​a​r​i​n​g​/​Z​v​j​F​z​v​Yf0

Um zu zei­gen, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler alle Sta­tio­nen ihrer Rou­te besucht hat­ten, soll­ten Sel­fies an den jewei­li­gen Orten als Nach­wei­se gebracht wer­den. Beson­ders her­aus­ge­sto­chen haben dabei Lenya D., Har­di A., Eli­as M. & Antho­ny R., die die­se Auf­ga­be mit Witz und Ein­falls­reich­tum gelöst haben und hier gewür­digt wer­den sollen.