Aktuelle Position: 

Demokratie im Unterricht erleben, diskutieren und verstehen

In unse­rem Poli­tik-Grund­kurs der Q1 haben wir uns in den ver­gan­ge­nen Wochen inten­siv mit zwei gro­ßen Pro­jek­ten beschäftigt, die Demo­kra­tie aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven beleuch­ten. Jede Drei­er­grup­pe bestand aus drei Per­spek­ti­ven, die jeweils eine poli­ti­sche Denk­schu­le oder eine Demo­kra­tie­theo­rie übernahmen. Durch die­se Arbeits­form ent­stan­den unter­schied­li­che Posi­tio­nen, die damit leb­haf­te Kon­tro­ver­sen schufen.

Im ers­ten The­men­block kre­ierten wir eine Dis­kus­si­on, die sich mit den poli­ti­schen Denk­schu­len des Libe­ra­lis­mus, Sozia­lis­mus sowie Kon­ser­va­tis­mus beschäftigte, wobei jede Rol­le Fra­gen der Mode­ra­ti­on beant­wor­ten musste.

Im zwei­ten Pro­jekt, dem „Tria­log der Demo­kra­tie­theo­rien“, setz­ten wir uns mit Jean-Jac­ques Rous­se­aus Identitätstheorie, James Madi­sons Kon­kur­renz­theo­rie sowie deren Wei­ter­ent­wick­lung, der Plu­ra­lis­mus­theo­rie nach Ernst Fraen­kel aus­ein­an­der. Im Rah­men der Dis­kus­si­on über poli­ti­sche Denk­schu­len wur­den die­se Theo­rien in Zusam­men­hang mit den Ideen von Libe­ra­lis­mus, Sozia­lis­mus sowie Kon­ser­va­tis­mus gebracht.

Ein anschau­li­ches Bei­spiel für die Wirk­sam­keit plu­ra­lis­ti­scher Prin­zi­pi­en außer­halb des Klas­sen­zim­mers lie­fert die Kon­tro­ver­se um den Wis­sen­schafts­plu­ra­lis­mus in den 1970er Jah­ren an deut­schen Universitäten. Die Fra­ge lau­te­te, in wel­chem Aus­maß mar­xis­ti­sche Dozen­ten an Hoch­schu­len ein­ge­stellt wer­den sollten.

Ins­ge­samt wur­de klar, dass demo­kra­ti­sche Wer­te wie Mei­nungs­frei­heit und Wis­sen­schafts­frei­heit – ver­an­kert im Arti­kel 5 des Grund­ge­set­zes – das Fun­da­ment für kon­tro­ver­se Dis­kus­sio­nen bil­den. Genau wie in unse­rem Poli­tik­un­ter­richt, ent­steht hier ein leben­di­ger Pro­zess des Argu­men­tie­rens, Zuhörens sowie Abwägens, der über das rein fach­li­che Wis­sen hinausgeht.

Wer mag, kann hier auch den vollständigen Arti­kel lesen.

Ary­na T., Q1