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„Utopie auf Zeit“ — Mein Sommer auf der DSA

Als für vie­le von euch Urlaub, Son­ne und Strand ange­sagt waren, bin ich die­sen Som­mer für sieb­zehn Tage in einem klei­nen Schloss in Tor­ge­low am See gewe­sen und habe eine etwas ande­re Form von „Unter­richt“ besucht. 

Ler­nen in den Feri­en? So tro­cken wie das Kon­zept „Deut­sche Schü­ler­aka­de­mie“, kurz DSA, für eini­ge auch klin­gen mag, für mich waren die­se zwei Wochen unglaub­lich berei­chernd. Denn auf der DSA zu sein bedeu­tet nicht nur, sich mit The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen, die über den nor­ma­len Schul­stoff hin­aus­ge­hen. DSA bedeu­tet, Gleich­ge­sinn­te und eine Gemein­schaft zu fin­den. Vom Pro­gram­mier-Nerd zum Lan­des­schü­lers­spre­cher, von der Ein­ser-Sti­pen­dia­tin bis zum Pro­fi­sport­ler, ich habe in Tor­ge­low Men­schen ken­nen­ler­nen dür­fen, die mich inspirieren.

Auf der DSA wird man aller­dings auch mit den eige­nen Gren­zen kon­fron­tiert. Für die einen pas­siert das frü­her oder häu­fi­ger als für ande­re, aber der Kurs­stoff kann über­for­dern. Das ist jedoch gar kein Pro­blem! Man lernt, mit Frust umzu­ge­hen und trotz­dem wei­ter­zu­ma­chen, ohne Noten­stress oder Tests.

Die Schü­ler­aka­de­mien bie­ten Kur­se aus den ver­schie­dens­ten Berei­chen des Lebens an: In Tor­ge­low gab es die­ses Jahr zum Bei­spiel unter ande­rem einen Jura­kurs zu Gehor­sam, einen Kurs zu KI und einen zu Städteplanung.

Mein Kurs, „Zufall oder Nach­weis?“, beschäf­tig­te sich mit Sta­tis­tik, empi­ri­schen Stu­di­en und mit der Imple­men­tie­rung von For­meln in Python zur Ana­ly­se von Daten­sät­zen. In Pro­jekt­grup­pen erar­bei­te­ten alle Kur­se zusam­men eine fina­le Doku­men­ta­ti­on der Aka­de­mie. 

Das Bes­te an der Schü­ler­aka­de­mie sind trotz span­nen­der Kurs­ein­hei­ten jedoch die kurs­über­grei­fen­den Akti­vi­tä­ten zwi­schen­durch oder danach. So gin­gen man­che Vol­ley­ball spie­len, ande­re meis­ter­ten das Schach­tur­nier und sogar nachts um 3 Uhr fand noch die eine oder ande­re Back‑, Speed­da­ting- oder Karao­ke­ses­si­on statt. 

Alles in allem ist die­se Erfah­rung so extrem prä­gend gewe­sen, dass man sie ein­fach wei­ter­emp­feh­len muss. Die Stif­tung „Bil­dung und Bega­bung“ bie­tet jähr­lich vie­le sol­cher und ähn­li­cher For­ma­te für ver­schie­de­ne Alters­klas­sen an. Bei Inter­es­se kann man sich selbst bewer­ben oder von der Schu­le emp­feh­len las­sen. 

Außer­dem gibt es nach der DSA die Mög­lich­keit, dem Club der Ehe­ma­li­gen bei­zu­tre­ten und bei wei­te­ren Aka­de­mien und Aktio­nen mit­zu­ma­chen. Ich war bei­spiels­wei­se Anfang der Herbst­fe­ri­en auf einem Tanz­ball. 

Mehr Infos fin­det ihr hier: https://​www​.bil​dung​-und​-bega​bung​.de/​a​k​a​d​e​m​ien.

Saskia S., Q3