Am 18. Februar 2026 fand am Europäischen Bertha-von-Suttner-Gymnasium der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ unseres Regionalverbundes mit insgesamt sechs Schulen statt. Die Veranstaltung bot eine eindrucksvolle Bühne für engagierte Schüler:innen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzten und ihr Können im fairen Wettstreit unter Beweis stellten.
Unsere Schule wurde von den vier Schulsieger:innen der Altersgruppen 1 (Klassen 8/9) und 2 (Klassen 10/Q) vertreten.
In der Altersgruppe 1 (8/9) wurden folgende Fragen in der Vorrunde debattiert:
• Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?
• Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?
In der Altersgruppe 2 (10/Q) standen in der Vorrunde diese Themen im Mittelpunkt:
• Sollen Lokalzeitungen staatliche Förderung erhalten?
• Sollen »Kaufe jetzt, zahle später«-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden?
Zwischen den Schüler:innen entwickelten sich anregende, lebendige und zugleich äußerst faire Debatten. Am Ende konnten sich drei unserer Schüler:innen für die Finalrunden qualifizieren, was einen großartigen Erfolg für unsere Schule darstellte.
Im Finale wurden erneut hochaktuelle Themen verhandelt:
Altersgruppe 1 (8/9):
• Soll auf allen öffentlichen Plätzen in Berlin kostenloses WLAN angeboten werden?
Altersgruppe 2 (10/Q):
• Soll die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden?
Die Finaldebatten waren von äußerst hohem Niveau geprägt. Alle Finalistinnen und Finalisten zeigten herausragende Leistungen, überzeugten durch Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und die Fähigkeit, auf Gegenargumente differenziert einzugehen. Besonders freuen wir uns, dass sich unsere Schülerin Saskia S. (Q4) im Finale der Altersgruppe 2 durchsetzen konnte. Sie belegte den 1. Platz und qualifizierte sich damit für die nächste Runde der Landesqualifikation. Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Erfolg!
Doch unabhängig von Platzierungen war die Leistung aller Teilnehmenden beeindruckend. Die Schülerinnen und Schülern aller sechs Schulen bewiesen Mut, Engagement und die Bereitschaft, sich intensiv mit gesellschaftlich relevanten Fragen auseinanderzusetzen. Debattieren bedeutet weit mehr, als „Recht zu haben“: Es geht darum, Argumente sachlich zu prüfen, unterschiedliche Positionen zu respektieren und gemeinsam tragfähige Lösungen zu durchdenken. Gerade in einer demokratischen Gesellschaft sind diese Kompetenzen unverzichtbar.
Auch die Schülerjury hob in ihrem Feedback hervor, wie wichtig Debatten für die demokratische Kultur sind: Wer lernt, strukturiert zu argumentieren, zuzuhören und fair zu widersprechen, stärkt nicht nur seine rhetorischen Fähigkeiten, sondern auch seine Urteils- und Dialogfähigkeit. Die Rückmeldungen machten deutlich, dass „Jugend debattiert“ einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung leistet.
Ein besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern, die als Jury fungierten. Mit großer Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und fachlicher Sorgfalt bewerteten sie die Debatten nach klaren Kriterien. Durch ihre differenzierten Rückmeldungen trugen sie maßgeblich zur Qualität des Wettbewerbs bei und ermöglichten den Debattant:innen eine wertschätzende und konstruktive Reflexion ihrer Leistungen. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei allen organisatorisch Verantwortlichen, die diesen gelungenen Wettbewerbstag ermöglicht haben.
Der Regionalwettbewerb war insgesamt ein inspirierender und rundum gelungener Tag.
Wer nun selbst Lust bekommen hat, das Debattieren auszuprobieren, ist herzlich eingeladen: Die IG „Jugend debattiert“ wird auch im zweiten Halbjahr fortgesetzt, und zwar immer dienstags im 4. Block in Raum 0.13. Neue Interessierte ab Klasse 7 können jederzeit dazukommen.
Gerade für Schülerinnen und Schüler, die sich vielleicht noch unsicher fühlen, vor anderen zu sprechen, bietet die IG einen geschützten Raum, um Schritt für Schritt Sicherheit zu gewinnen. Hier werden grundlegende Kompetenzen wie freies Sprechen, Argumentationsaufbau, strukturiertes Denken, aktives Zuhören und konstruktives Feedback gezielt trainiert. In Übungen, Probedebatten und gemeinsamer Reflexion entwickeln die Teilnehmenden Selbstvertrauen und lernen, ihre Gedanken klar und überzeugend auszudrücken – Fähigkeiten, die weit über den Wettbewerb hinaus von großer Bedeutung sind, sei es im Unterricht, in Prüfungen oder im späteren Berufsleben.
Ansprechpartnerinnen für die IG sind Frau Kindling und Frau Königs.
Wir freuen uns auf viele alte und neue Gesichter und auf weitere spannende Debatten!





