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Philosoph des Monats März: Immanuel Kant

Imma­nu­el Kant wur­de 1724 in Königs­berg gebo­ren und gehört zu den wich­tigs­ten Phi­lo­so­phen der Neu­zeit. Sei­ne Ideen beein­flus­sen unser Den­ken bis heu­te. In sei­ner Schrift „Zum ewi­gen Frie­den“ aus dem Jahr 1795 beschreibt er die Vor­stel­lung eines dau­er­haf­ten Frie­dens. Kant stellt sich eine Gemein­schaft repu­bli­ka­ni­scher Staa­ten vor, die durch gemein­sa­mes inter­na­tio­na­les Recht den Frie­den sichern.

Kant sagt, dass „ewi­ger Frie­den“ ein Ide­al ist. Das bedeu­tet: Er ist wahr­schein­lich nie voll­stän­dig erreich­bar. Trotz­dem soll­te die Mensch­heit danach stre­ben – zum Bei­spiel durch bes­se­re poli­ti­sche Insti­tu­tio­nen und durch mora­li­sches Han­deln der Men­schen. Für Kant war Krieg eine „Gei­ßel der Menschheit“.

Zur­zeit erlebt die Welt nach dem Angriffs­krieg Russ­lands gegen die Ukrai­ne einen wei­te­ren Kon­flikt: den Krieg zwi­schen dem Iran und den USA bzw. Isra­el. In die­sem Zusam­men­hang ist die Frie­dens­ethik beson­ders wich­tig. Sie hilft dabei, über Krieg und Frie­den nach­zu­den­ken und dar­über zu diskutieren.

Die heu­ti­ge Frie­dens­ethik ver­än­dert sich. Frü­her war sie oft stark pazi­fis­tisch geprägt, also grund­sätz­lich gegen Gewalt. Heu­te spricht man häu­fi­ger von einer Ver­ant­wor­tungs­ethik. Dabei steht die Idee eines „gerech­ten Frie­dens“ im Mit­tel­punkt. Frie­den wird als ein Pro­zess ver­stan­den, der Sicher­heit, das Ver­bot von Gewalt, den Schutz der Men­schen­rech­te und sozia­le Gerech­tig­keit ein­schließt. Dazu gehö­ren auch eine wehr­haf­te Demo­kra­tie, inter­na­tio­na­les Recht und die Über­le­gung, Gewalt nur als letz­tes Mit­tel ein­zu­set­zen, um wie­der Ver­hand­lun­gen mög­lich zu machen.

hal­lo

Uwe Scholz (FB Ethik)