Zum Auftakt unserer neuen Reihe „Philosoph des Monats“ stellen wir einen Philosophen vor, der im Ethik-Unterricht in der Klasse 8.1 zum Thema „Freiheit“ eine wichtige Rolle spielte. Als Pionier des Liberalismus ist für Mill das Recht auf persönliche Freiheit sehr wichtig und muss im Staat geschützt werden. In seinem Werk „Über die Freiheit“ von 1859 geht es ihm darum, wie soziale Kontrolle organisiert werden kann, ohne die individuelle Freiheit zu sehr einzuschränken. Mill betont, dass der Staat nur dann in die Freiheit der Menschen eingreifen darf, wenn es zum Schutz der Allgemeinheit notwendig ist.
Interessant ist auch der Fakt, dass er sich nach 1859, als liberaler Parlamentarier in London für die Einführung des Frauenwahlrechts einsetzte. Inspiriert wurde er dabei von seiner Ehefrau Harriet Taylor, die sich für die Rechte von Frauen engagierte und ihn in seiner philosophischen Arbeit maßgeblich beeinflusste.
Vielleicht ist John Stuart Mill, als Philosoph des 19. Jahrhunderts einer Mehrheit heute nicht so bekannt, doch er zählt noch immer zu den wichtigsten Philosophen. Seine Ideen sind auch heute noch relevant, wie zum Beispiel seine Überlegungen zur Meinungsfreiheit. Dieses Thema ist heute besonders wichtig, zum Beispiel im Zusammenhang mit Fake News und politischem Aktivismus.
Uwe Scholz
Fachleiter Ethik





