Das diesjährige Weihnachtskonzert am Otto-Nagel-Gymnasium war ein voller Erfolg und verwandelte unsere Aula erneut in einen festlichen Klangraum, in dem rund 100 Mitwirkende gemeinsam ein musikalisches Erlebnis voller Wärme, Strahlkraft und Gemeinschaft schufen. Bereits die eröffnenden Jingles wie „Underneath the Tree“ und „Please Come Home for Christmas“ setzten den Ton für einen Abend, der moderne Weihnachtspop-Sounds mit klassischen Choraltraditionen verband.
Die Bläserklassen unter der Leitung von Frau Humann präsentierten sich in unterschiedlichen Formationen mit großer Spielfreude und Präzision. Werke wie „Hark! The Herald Angels Sing“, „Deck the Halls“ oder „Last Christmas“ erklangen mit beeindruckender Energie, während Beiträge wie „All I Want for Christmas Is You“ oder „Happy X‑Mas (War Is Over)“ zeigten, wie souverän die Schüler*innen zwischen verschiedenen Musikstilen wechseln können.
Ein musikalisches Glanzlicht des Abends war der Chor unter der Leitung von Frau Ilgner und Frau Gatzemann, der sowohl moderne Arrangements als auch traditionelle Werke klangstark interpretierte. Besonders berührend wirkten das anmutige „Weihnachtsleuchten“, das kraftvolle „Wenn du daran glaubst“ und das eindrucksvoll präzise vorgetragene „Carol of the Bells“. Auch das a‑cappella-Finale mit „Es ist ein Ros entsprungen“ verlieh dem Konzert eine stimmungsvolle Ruhe und besondere Würde.
Das ONGsemble unter der Leitung von Herrn Weißschuh führte das Publikum durch die Mitsingmomente des Abends – darunter „Kling, Glöckchen“, „O Tannenbaum“, „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ und schließlich „Stille Nacht“. Diese gemeinsamen Lieder machten die besondere Atmosphäre fühlbar, in der Schule nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Ort gelebter Gemeinschaft ist.
Eine liebvolle erzählerische Klammer bildeten die Lesungen, in denen die Weihnachtsgedanken eines kleinen Elfen erzählt wurden – mal humorvoll, mal nachdenklich, immer mit einem Blick darauf, was diese Zeit des Jahres für uns bedeuten kann.
Die Moderation führte warmherzig durch den Abend, während das BEGA-Team mit Licht und Ton erneut eine professionelle und zugleich stimmungsvolle Atmosphäre schuf. Auch der Lehrerchor setzte mit dem feierlichen Bach-Choral einen besonderen Akzent im Programm.
Zum Ende des Abends standen alle Mitwirkenden gemeinsam auf der Bühne und ließen mit dem Publikum „Stille Nacht“ erklingen. Es war ein Moment, der nachhallte und die Kraft gemeinsamer Musik eindrucksvoll spürbar machte.
Ein großer Dank gilt allen beteiligten Schülerinnen, den Ensembles, den Lehrkräften Frau Humann, Frau Ilgner, Frau Gatzemann, Frau Heinemann, Herr Sobosczyk, Frau Herrmann, Herr Deschler und Herrn Weißschuh, dem ehemaligen Schüler Karl Schwietzke, der zur Unterstützung des Chores zum Konzert gekommen ist, dem großartigen BEGA-Team sowie allen Unterstützerinnen rund um die Vorbereitung, Technik und Organisation. Dieses Weihnachtskonzert war ein Geschenk – an uns, die Schulgemeinschaft, und an alle, die sich von Musik berühren lassen.
Matthias Weißschuh
Weihnachtsgrüße unserer Schulleiterin
Liebe Musikerinnen und Musiker auf der Bühne und hier im Saal,
liebe Schulgemeinschaft,
liebe Gäste aus der Nachbarschaft,
bereits seit Jahrzehnten – und daher nennen wir das Weihnachtssingen zu Recht die Tradition des ONGs – stimmt dieses Konzert an unserer Schule die Weihnachtszeit für viele Menschen und Generationen ein. So besuchen uns ehemalige Kolleginnen und Kollegen, aber auch Schülerinnen und Schüler inzwischen mit ihren eigenen Kindern, die nun selbst diese Schule besuchen.
Musik zur Weihnachtszeit bedeutet neben Besinnlichkeit vor allem Innehalten. Die Musik in der Adventszeit lässt uns langsamer werden, verständnisvoller füreinander, weil wir uns die Zeit nehmen, aufmerksam zuzuhören. Wir Menschen besinnen uns auf das, was uns ausmacht: Mensch zu sein.
Die Weihnachtszeit steht für Gemeinschaft. Wer gemeinsam singt oder musiziert, hört aufeinander und übernimmt Verantwortung für das Ganze. Man rückt zusammen – auf der Bühne, in der Schule und zu Hause in den Familien. Verantwortung füreinander zu übernehmen und füreinander da zu sein, ist der Kerngedanke menschlichen Handelns.
Heute stehen rund 100 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 12 gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf der Bühne. Das zeigt: Schule ist mehr als Unterricht und Fachwissen. Schule – und so ist unser Verständnis am ONG – ist gelebte Gemeinschaft und verbindet Generationen: Kinder und Jugendliche mit Eltern, Großeltern, unseren Ehemaligen sowie unseren Gästen.
Was wir heute hören, ist das Ergebnis von Ausdauer, Übung und Verlässlichkeit. Die heutigen Beiträge auf der Bühne sind Spiegelbild unserer Schulwerte: Leidenschaft, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft, Modernität, Offenheit und vor allem Engagement.
Vier Bläserklassen, ein Ensemble sowie Gesangs- und Sprechbeiträge machen deutlich, was entstehen kann, wenn über Wochen hinweg mit großer Hingabe und Verlässlichkeit regelmäßig gearbeitet wird. Musik lässt sich nicht beschleunigen; sie braucht Zeit.
Dieser Abend zeigt zugleich den Auftrag von Schule: Begabungen zu entdecken und zu fördern. Talente wachsen dort, wo junge Menschen ermutigt werden, sich auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. Die Bühne unserer Schule ist ein solcher Ort – hier wird Lernen sichtbar und Gestalten erfahrbar.
In einer oft lauten Zeit setzt dieser Abend einen Ton der Harmonie und der Mahnung – und dies in der Sprache der Musik, die jeder verstehen kann, für sich allein und in der Gemeinschaft. Musik baut Brücken. Dafür danke ich herzlich allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Auch Ihnen und euch im Publikum gilt mein Dank: Durch das bewusste Zuhören und die Wertschätzung der Leistung, ausgedrückt im Applaus, habt ihr diesen Abend zu einem unvergesslichen werden lassen.
Lasst uns gemeinsam die Botschaft unseres Weihnachtskonzerts – auch in Erinnerung an Margot Friedländer – in die Welt tragen: Seid Menschen. Wir sind alle gleich.
Ich wünsche uns allen eine friedliche und fröhliche Weihnachtszeit.
Dana Wolfram-Gagel





