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Oh du Fröhliche – Unser Weihnachtskonzert 2025

Das dies­jäh­ri­ge Weih­nachts­kon­zert am Otto-Nagel-Gym­na­si­um war ein vol­ler Erfolg und ver­wan­del­te unse­re Aula erneut in einen fest­li­chen Klang­raum, in dem rund 100 Mit­wir­ken­de gemein­sam ein musi­ka­li­sches Erleb­nis vol­ler Wär­me, Strahl­kraft und Gemein­schaft schu­fen. Bereits die eröff­nen­den Jin­gles wie „Under­neath the Tree“ und „Plea­se Come Home for Christ­mas“ setz­ten den Ton für einen Abend, der moder­ne Weih­nachts­pop-Sounds mit klas­si­schen Choral­tra­di­tio­nen verband.

Die Blä­ser­klas­sen unter der Lei­tung von Frau Humann prä­sen­tier­ten sich in unter­schied­li­chen For­ma­tio­nen mit gro­ßer Spiel­freu­de und Prä­zi­si­on. Wer­ke wie „Hark! The Herald Angels Sing“, „Deck the Halls“ oder „Last Christ­mas“ erklan­gen mit beein­dru­cken­der Ener­gie, wäh­rend Bei­trä­ge wie „All I Want for Christ­mas Is You“ oder „Hap­py X‑Mas (War Is Over)“ zeig­ten, wie sou­ve­rän die Schüler*innen zwi­schen ver­schie­de­nen Musik­sti­len wech­seln kön­nen.
Ein musi­ka­li­sches Glanz­licht des Abends war der Chor unter der Lei­tung von Frau Ilg­ner und Frau Gatz­e­mann, der sowohl moder­ne Arran­ge­ments als auch tra­di­tio­nel­le Wer­ke klang­stark inter­pre­tier­te. Beson­ders berüh­rend wirk­ten das anmu­ti­ge „Weih­nachts­leuch­ten“, das kraft­vol­le „Wenn du dar­an glaubst“ und das ein­drucks­voll prä­zi­se vor­ge­tra­ge­ne „Carol of the Bells“. Auch das a‑cap­pel­la-Fina­le mit „Es ist ein Ros ent­sprun­gen“ ver­lieh dem Kon­zert eine stim­mungs­vol­le Ruhe und beson­de­re Würde.

Das ONG­sem­ble unter der Lei­tung von Herrn Weiß­schuh führ­te das Publi­kum durch die Mit­singmo­men­te des Abends – dar­un­ter „Kling, Glöck­chen“, „O Tan­nen­baum“, „Rudolph the Red-Nosed Reinde­er“ und schließ­lich „Stil­le Nacht“. Die­se gemein­sa­men Lie­der mach­ten die beson­de­re Atmo­sphä­re fühl­bar, in der Schu­le nicht nur ein Lern­ort, son­dern auch ein Ort geleb­ter Gemein­schaft ist.

Eine lieb­vol­le erzäh­le­ri­sche Klam­mer bil­de­ten die Lesun­gen, in denen die Weih­nachts­ge­dan­ken eines klei­nen Elfen erzählt wur­den – mal humor­voll, mal nach­denk­lich, immer mit einem Blick dar­auf, was die­se Zeit des Jah­res für uns bedeu­ten kann.

Die Mode­ra­ti­on führ­te warm­her­zig durch den Abend, wäh­rend das BEGA-Team mit Licht und Ton erneut eine pro­fes­sio­nel­le und zugleich stim­mungs­vol­le Atmo­sphä­re schuf. Auch der Leh­rer­chor setz­te mit dem fei­er­li­chen Bach-Cho­ral einen beson­de­ren Akzent im Programm.

Zum Ende des Abends stan­den alle Mit­wir­ken­den gemein­sam auf der Büh­ne und lie­ßen mit dem Publi­kum „Stil­le Nacht“ erklin­gen. Es war ein Moment, der nach­hall­te und die Kraft gemein­sa­mer Musik ein­drucks­voll spür­bar machte.

Ein gro­ßer Dank gilt allen betei­lig­ten Schü­le­rin­nen, den Ensem­bles, den Lehr­kräf­ten Frau Humann, Frau Ilg­ner, Frau Gatz­e­mann, Frau Hei­ne­mann, Herr Sobo­sc­zyk, Frau Herr­mann, Herr Desch­ler und Herrn Weiß­schuh, dem ehe­ma­li­gen Schü­ler Karl Schwietz­ke, der zur Unter­stüt­zung des Cho­res zum Kon­zert gekom­men ist, dem groß­ar­ti­gen BEGA-Team sowie allen Unter­stüt­ze­rin­nen rund um die Vor­be­rei­tung, Tech­nik und Orga­ni­sa­ti­on. Die­ses Weih­nachts­kon­zert war ein Geschenk – an uns, die Schul­ge­mein­schaft, und an alle, die sich von Musik berüh­ren lassen.

Mat­thi­as Weißschuh

Lie­be Musi­ke­rin­nen und Musi­ker auf der Büh­ne und hier im Saal,
lie­be Schul­ge­mein­schaft,
lie­be Gäs­te aus der Nachbarschaft,

bereits seit Jahr­zehn­ten – und daher nen­nen wir das Weih­nachts­sin­gen zu Recht die Tra­di­ti­on des ONGs – stimmt die­ses Kon­zert an unse­rer Schu­le die Weih­nachts­zeit für vie­le Men­schen und Gene­ra­tio­nen ein. So besu­chen uns ehe­ma­li­ge Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, aber auch Schü­le­rin­nen und Schü­ler inzwi­schen mit ihren eige­nen Kin­dern, die nun selbst die­se Schu­le besuchen.

Musik zur Weih­nachts­zeit bedeu­tet neben Besinn­lich­keit vor allem Inne­hal­ten. Die Musik in der Advents­zeit lässt uns lang­sa­mer wer­den, ver­ständ­nis­vol­ler für­ein­an­der, weil wir uns die Zeit neh­men, auf­merk­sam zuzu­hö­ren. Wir Men­schen besin­nen uns auf das, was uns aus­macht: Mensch zu sein.

Die Weih­nachts­zeit steht für Gemein­schaft. Wer gemein­sam singt oder musi­ziert, hört auf­ein­an­der und über­nimmt Ver­ant­wor­tung für das Gan­ze. Man rückt zusam­men – auf der Büh­ne, in der Schu­le und zu Hau­se in den Fami­li­en. Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der zu über­neh­men und für­ein­an­der da zu sein, ist der Kern­ge­dan­ke mensch­li­chen Handelns.

Heu­te ste­hen rund 100 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 6 bis 12 gemein­sam mit ihren Lehr­kräf­ten auf der Büh­ne. Das zeigt: Schu­le ist mehr als Unter­richt und Fach­wis­sen. Schu­le – und so ist unser Ver­ständ­nis am ONG – ist geleb­te Gemein­schaft und ver­bin­det Gene­ra­tio­nen: Kin­der und Jugend­li­che mit Eltern, Groß­el­tern, unse­ren Ehe­ma­li­gen sowie unse­ren Gästen.

Was wir heu­te hören, ist das Ergeb­nis von Aus­dau­er, Übung und Ver­läss­lich­keit. Die heu­ti­gen Bei­trä­ge auf der Büh­ne sind Spie­gel­bild unse­rer Schul­wer­te: Lei­den­schaft, Ver­läss­lich­keit und Hilfs­be­reit­schaft, Moder­ni­tät, Offen­heit und vor allem Engagement.

Vier Blä­ser­klas­sen, ein Ensem­ble sowie Gesangs- und Sprech­bei­trä­ge machen deut­lich, was ent­ste­hen kann, wenn über Wochen hin­weg mit gro­ßer Hin­ga­be und Ver­läss­lich­keit regel­mä­ßig gear­bei­tet wird. Musik lässt sich nicht beschleu­ni­gen; sie braucht Zeit.

Die­ser Abend zeigt zugleich den Auf­trag von Schu­le: Bega­bun­gen zu ent­de­cken und zu för­dern. Talen­te wach­sen dort, wo jun­ge Men­schen ermu­tigt wer­den, sich aus­zu­pro­bie­ren und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Die Büh­ne unse­rer Schu­le ist ein sol­cher Ort – hier wird Ler­nen sicht­bar und Gestal­ten erfahrbar.

In einer oft lau­ten Zeit setzt die­ser Abend einen Ton der Har­mo­nie und der Mah­nung – und dies in der Spra­che der Musik, die jeder ver­ste­hen kann, für sich allein und in der Gemein­schaft. Musik baut Brü­cken. Dafür dan­ke ich herz­lich allen Mit­wir­ken­den auf und hin­ter der Büh­ne. Auch Ihnen und euch im Publi­kum gilt mein Dank: Durch das bewuss­te Zuhö­ren und die Wert­schät­zung der Leis­tung, aus­ge­drückt im Applaus, habt ihr die­sen Abend zu einem unver­gess­li­chen wer­den lassen.

Lasst uns gemein­sam die Bot­schaft unse­res Weih­nachts­kon­zerts – auch in Erin­ne­rung an Mar­got Fried­län­der – in die Welt tra­gen: Seid Men­schen. Wir sind alle gleich.

Ich wün­sche uns allen eine fried­li­che und fröh­li­che Weihnachtszeit.

Dana Wolf­ram-Gagel