Aktuelle Position: 

Form follows content? — der LK Spanisch im Humboldt Forum

Der Spa­nisch-LK unter­sucht die Dar­stel­lung der Azte­ken und Mayas im Hum­boldt Forum

Der Spa­nisch-Leis­tungs­kurs besuch­te im Rah­men einer Exkur­si­on das Hum­boldt Forum und nahm am Work­shop „Trans­kul­tu­rell den­ken“ teil. Inhalt­li­cher Schwer­punkt war die Aus­ein­an­der­set­zung mit den Kul­tu­ren Mit­tel­ame­ri­kas, ins­be­son­de­re den Rei­chen der Azte­ken und Mayas vor dem Auf­ein­an­der­tref­fen mit den spa­ni­schen Konquistadoren.

Ein zen­tra­ler Aspekt war die kri­ti­sche Betrach­tung der Her­kunft der Aus­stel­lungs­ob­jek­te, dar­un­ter auch Stü­cke aus den Samm­lun­gen Alex­an­der von Hum­boldts. Fra­gen nach Aneig­nung, Besitz­ver­hält­nis­sen und mög­li­chen Rück­ga­ben wur­den dabei dif­fe­ren­ziert diskutiert.

Dar­über hin­aus setz­te sich der Kurs mit der Aus­stel­lungs­kon­zep­ti­on aus­ein­an­der. Unter dem Leit­ge­dan­ken „form fol­lows con­tent“ wur­de ana­ly­siert, inwie­fern die Prä­sen­ta­ti­on den Inhal­ten gerecht wird. Über­ra­schen­der­wei­se gelang­ten vie­le Kurs­teil­neh­men­de zu dem Ergeb­nis, dass die Aus­stel­lung – trotz des moder­nen Neu­baus des Hum­boldt Forums – in Tei­len noch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al auf­weist. Ins­be­son­de­re die Prä­sen­ta­ti­on zen­tra­ler Objek­te der Azte­ken, wie etwa stei­ner­ner Ste­len, wur­de als nicht immer ziel­füh­rend bewer­tet und alter­na­ti­ve Dar­stel­lungs­for­men diskutiert. 

In einem zwei­ten Teil arbei­te­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Grup­pen mit aus­ge­wähl­ten Expo­na­ten, dar­un­ter einer Feder­kro­ne aus Gua­ya­na sowie einer Pup­pe, in der mensch­li­che Gebei­ne gefun­den wur­den. Die­se Aus­ein­an­der­set­zung warf wei­te­re Fra­gen zur ange­mes­se­nen Prä­sen­ta­ti­on und z.T. feh­len­den Kon­tex­tua­li­sie­rung auf.

Auf­grund von Umbau­maß­nah­men konn­te die Aus­stel­lung nahe­zu exklu­siv genutzt wer­den, was eine beson­ders inten­si­ve und kon­zen­trier­te Arbeit ermöglichte.

R. Siek­mann
Leh­re­rin für Spa­nisch, Geschich­te und PW