Unsere Schule ist Teil des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Für uns ist das kein Titel, sondern ein klarer Auftrag.
Unsere Interessengemeinschaft (IG) Friedenstaube gestaltet unabhängig von Lehrkräften Projekte von und für Schülerinnen und Schüler, die Diskriminierung nicht nur thematisieren, sondern aktiv hinterfragen und zum Austausch über Lösungsansätze anregen. Soziale Bildung ist ein fester und verbindlicher Bestandteil unseres Schulprogramms – in Form von jährlich wiederkehrenden Workshops, unter anderem:
• zu Kinderrechten und Partizipationsmöglichkeiten an Schule und im Bezirk (5. Jahrgang),
• im Rahmen von „Respekt verbindet“ mit Meet2Respect, bei dem wir mit dem 6. Jahrgang der Frage nachgehen: „Wie entstehen Vorurteile und wie können wir sie überwinden?“,
• zu Rollenklischees und Möglichkeiten, diese zu überwinden (7. Jahrgang),
• gegen das Vergessen und zur Erinnerung an den Holocaust als Extremform von Diskriminierung (7. Jahrgang),
• gegen Gewalt und für einen respektvollen Umgang im digitalen Raum (8. Jahrgang),
• gegen geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen und für Gender Equality gemeinsam mit UN Women Deutschland (10. Jahrgang),
• sowie für die Stärkung von Inklusion mit Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderungen im Alltag und Arbeitsleben (10. Jahrgang).
Unser Ziel ist klar: Die demokratischen Werte unserer Gesellschaft und unseres Grundgesetzes sollen nicht nur vermittelt, sondern im Schulalltag erlebbar werden. Dafür braucht es unterschiedliche Formate – etwa im offenen Gespräch auf Augenhöhe von und für Schülerinnen und Schüler, durch den Abbau von Berührungsängsten mit Gesprächspartnern, durch das Organisieren von Spendenaktionen für wohltätige Zwecke oder durch den Besuch von außerschulischen Bildungsorten wie Gedenkstätten. Dabei folgen wir einem klaren Dreischritt: Missstände erkennen, benennen und gemeinsam Handlungsansätze für die Zukunft entwickeln.
Eine „Schule mit Courage“ zu sein, bedeutet für uns am Otto-Nagel-Gymnasium:
• Haltung zu zeigen und auf Missstände aufmerksam zu machen,
• Verantwortung in der Schule und darüber hinaus zu übernehmen,
• bei Ungerechtigkeit nicht wegzusehen, sondern die eigene Stimme zu erheben und zu handeln.
Gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten braucht Schule Räume für Dialog, Perspektivwechsel und klare Werte. Denn Demokratiebildung beginnt nicht erst im Politikunterricht, sondern entsteht im täglichen Miteinander.
Wir sind überzeugt: Eine Schule, die Vielfalt und demokratische Werte aktiv lebt, prägt junge Menschen nachhaltig – weit über ihre Schulzeit hinaus und als Grundlage für ihr gesellschaftliches Handeln.
Unser Leitspruch lautet deshalb: Soziale Schule. Humane Welt. 🕊️





