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Sommer, Sonne, Surfen — Surffahrt 2024

Den Neo­pren­an­zug über­zie­hen, das Segel schnap­pen, ab zum Was­ser. Zwei­mal täg­lich durch­lie­fen 24 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Q1 die­ses Pro­ze­de­re, um auf der Ost­see Wind­sur­fen zu lernen.

In Beglei­tung von Herrn Regen­brecht und Frau Hacht­mann fuhr der Bus am Sonn­tag nach San Pepe­lo­ne, wo wir von net­ten Leu­ten, lecke­rem Essen und brü­ten­der Hit­ze emp­fan­gen wur­den. Zwar fiel die Tem­pe­ra­tur in den nächs­ten Tagen auf durch­schnitt­lich 18°C, aber wie kalt es auch an Land war, im Was­ser hiel­ten die Neo­pren­an­zü­ge schön warm.

Hier lei­te­ten Ben­ny und Reyk uns an, die Segel rich­tig zu hal­ten und die Boards auf einen guten Kurs zu brin­gen. Bei ent­we­der kaum oder sehr star­kem Wind lern­ten wir nach Luv und Lee zu fah­ren und zu wen­den. Dass wir so irgend­wann wei­te Stre­cken mit Rich­tungs­än­de­run­gen zurück­leg­ten, ohne stän­dig ins Was­ser zu fal­len, war defi­ni­tiv ein High­light. Bei Son­nen­schein konn­ten wir um die Wet­te fah­ren oder muss­ten auf­pas­sen, nicht in die Blau­en oder Grü­nen rein­zu­fah­ren. Denn um auf dem Was­ser erkannt zu wer­den, bekam jeder ein far­bi­ges Leib­chen. Das ONG trug Gelb.

Die abschlie­ßen­de Pra­xis­prü­fung, in der wir alles Gelern­te anwen­den und zei­gen muss­ten, bestand jeder mit einer guten oder sehr guten Note.

Zu die­ser Note gehör­te aller­dings nicht nur die Pra­xis, son­dern auch Theorie.

Hier­für beka­men wir eine Stun­de Unter­richt und ein zuge­hö­ri­ges Theo­rie­heft, in dem alles Wich­ti­ge von Vor­fahrts­re­geln über Bord-Beschrif­tun­gen bis hin zu Begriffs­er­klä­run­gen beschrie­ben stand. Zum Bei­spiel wur­de erklärt, was „nach Luv oder Lee fah­ren“ über­haupt bedeu­te­te: Der Wind kommt von Luv und bläst nach Lee.

Die­ses Wis­sen wur­de in einem Ankreuz­test abge­fragt und bestand man sowohl Theo­rie- als auch Pra­xis­prü­fung, konn­ten wir den Segel­schein erwer­ben. Die Über­ga­be fand am letz­ten Abend fei­er­lich am Ufer der Ost­see statt. Zusätz­lich wur­den wir mit – so sag­ten die Sur­f­leh­rer – hei­li­gem Salz­was­ser getauft. Dabei erhielt das ONG als letz­te von fünf­zehn Schu­len die beson­de­re Ehre, das rest­li­che Was­ser kom­plett über­ge­schüt­tet zu bekom­men. Die Scha­den­freu­de der ande­ren war groß.

Zum Abschluss gab der Lei­ter des Camps noch eine Feu­er­show zum Bes­ten, womit wir alle Ele­men­te in einer Woche durch­lebt hat­ten: Schla­fen an Land, Sur­fen auf dem Was­ser mit Wind im Segel und das Feu­er zum Abschluss. Damit konn­ten wir mit neu­em Kön­nen und schö­nen Erfah­run­gen im Gepäck wie­der nach Hau­se fah­ren. Vie­le wür­den auf jeden Fall noch ein­mal Wind­sur­fen; mal sehen, wann es die Ers­ten wie­der aufs Was­ser treibt.

Sanya L., Q1