Aktuelle Position: 

Gemeinsam den richtigen Ton finden

Das ONG-Blasorchester

In unse­rer Gesell­schaft wird vie­les immer lau­ter. Unter­schied­li­che Stim­men tref­fen auf­ein­an­der und manch­mal ent­steht dar­aus eher Krach als Harmonie.

Doch was pas­siert, wenn wir ler­nen, auf­ein­an­der zu hören?

In den Blä­ser­klas­sen des Otto-Nagel-Gym­na­si­ums ler­nen unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler unter der Lei­tung von Jen­ny Humann nicht nur Kla­ri­net­te, Quer­flö­te, Saxo­phon, Trom­pe­te, Posau­ne oder Eupho­ni­um. Sie ler­nen etwas, das weit über Musik hin­aus­geht: Zuhö­ren. Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Sich zurück­neh­men. Dran­blei­ben. Den eige­nen Bei­trag leis­ten und dar­auf ver­trau­en, dass ande­re ihren leisten.

Denn eine gute Melo­die ent­steht nicht dadurch, dass alle das­sel­be spie­len. Sie ent­steht, wenn unter­schied­li­che Töne zusammenfinden.

Bereits nach einem hal­ben Jahr ste­hen unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemein­sam auf der Büh­ne. Bei den Musi­schen Wochen in der Phil­har­mo­nie, der Fête de la Musi­que, der EM 2024, im Silent Green Kul­tur­quar­tier oder bei Kon­zer­ten in Senio­ren­hei­men und Ver­an­stal­tun­gen wie „Gegen das Vergessen“.


2024/​25 wur­de unse­re ältes­te Blä­ser­klas­se „Otto und die Wind­ma­cher“ beim Ama­teur-Orches­ter­treff des Lan­des­mu­sik­ra­tes Ber­lin sogar mit einem Son­der­preis ausgezeichnet.

Hin­ter die­sen Erfol­gen steht eine Schu­le, die sol­che Mög­lich­kei­ten schafft – und vor allem Men­schen, die sie mit Leben füllen.

Jen­ny Humann tut genau das. Mit Lei­den­schaft, Empa­thie, Ver­trau­en und Empower­ment, mit Zutrau­en und För­de­rung, aber auch mit Anspruch und Aus­dau­er. Und mit einem per­sön­li­chen Ein­satz, der weit über das Erwart­ba­re hinausgeht.

Des­halb wur­de Jen­ny Humann von der gesam­ten Schul­ge­mein­schaft des Otto-Nagel-Gym­na­si­ums für den Schul­preis Mar­zahn-Hel­lers­dorf 2026 nominiert.

Denn was in einer Blä­ser­klas­se gelernt wird, brau­chen wir auch außer­halb des Musik­raums: auf­ein­an­der hören, Unter­schie­de aus­hal­ten, den eige­nen Ton fin­den und gemein­sam etwas Grö­ße­res dar­aus machen.