Zwei Tage, eine VR-Brille und mitten im israelisch-palästinensischen Konflikt
Klick – VR-Brille auf, und los geht’s: mitten hinein ins Herz Jerusalems, der Stadt dreier Weltreligionen. Am Montag, 21.09., und Dienstag, 22.09., war am ONG wieder die „Gesellschaft im Wandel“ zu Gast. Die Workshopleitenden nahmen uns mit auf eine „Reise ins Verstehen“. Ziel war es, dass wir den israelisch-palästinensischen Konflikt und den Alltag der Menschen vor Ort besser verstehen. Im Mittelpunkt standen Kurzfilme des Regisseurs Dani Levy, die uns mitten durch die Millionenstadt führten: von Straßenkomik bis zu Liebesgeständnissen, ernst und doch mit einer Prise Humor. Manchmal drehte sich sogar eine Person im Film zu uns um und sprach uns direkt an.
Besonders spannend wurde es, als wir die Filme gemeinsam einordneten. Die Workshopleitenden brachten nicht nur viel Fachwissen mit, einige von ihnen haben auch eine jüdisch-israelische oder palästinensische Familiengeschichte. So erfuhren wir viel über die Region, auch aus persönlicher Sicht. Anschließend setzten wir sozusagen weitere Brillen auf: Wir betrachteten die Lage aus den Blickwinkeln „Zugehörigkeit“, „Macht“, „Sicherheit“ und „Bewegungs(un)freiheit“. Am Ende wurde uns klar: Nicht jeder Konflikt lässt sich einfach und diplomatisch lösen; meist ist er weitaus komplexer, als man anfangs denkt.
Trotz des schwierigen Themas gab uns das Team von „Gesellschaft im Wandel“ einen guten und verständlichen Einblick. Hinzu kommt, dass das VR-Format ganz neu ist: Wir Schüler*innen des 10. Jahrgangs waren die Ersten, die es testen durften.
Nun geht das Projekt auf Bildungstournee durch ganz Deutschland. Vielleicht kommt es eines Tages zurück ans ONG, damit auch andere aus unserer Schulgemeinschaft diese besondere Erfahrung machen können.
Johannes D. und Frederike K.





