Wie jedes Jahr führen wir am ONG drei Elterninformationsabende für Familien durch, deren Kinder vor dem Übergang an unsere Schule stehen. Gestern Abend durften wir rund 200 interessierte Eltern in unserer Aula begrüßen. Ein Abend, der mich als Schulleiterin besonders bewegt und bestärkt hat. Denn neben dem Interesse an unserer Schule war auch die Sorge spürbar. Die politischen Entwicklungen im Bezirk und in Berlin beschäftigen viele Familien. Sie fragen sich, welche Auswirkungen diese auf die Schullandschaft und die Zukunft unserer Schulen haben könnten. In diesem Zusammenhang habe ich eine klare Botschaft formuliert:
DEMOKRATIEBILDUNG BLEIBT DIE WICHTIGSTE AUFGABE AM ONG.
Die Reaktionen der Eltern haben mich tief beeindruckt. Unser soziales Engagement, unsere Null-Toleranz-Politik und unser Anspruch, das Vermächtnis von Margot Friedländer weiterzutragen, wurden mit großer Wertschätzung aufgenommen.
Zum ersten Mal habe ich als Schulleiterin erlebt, dass unsere verschiedenen Formen des sozialen Engagements wiederholt mit Applaus bedacht wurden. Noch wichtiger als dieser Applaus war für mich das Signal dahinter: Die Eltern haben ihre Unterstützung zugesagt. Sie wollen nicht nur hinter unserer Schule stehen, sondern an unserer Seite. Gemeinsam mit uns wollen sie sich für eine Schule einsetzen, die Demokratie nicht nur vermittelt, sondern lebt — und für eine Gesellschaft, in der Menschen Haltung zeigen, füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen.
Der gestrige Abend hat mir deutlich gemacht, dass wir diesen Auftrag als Schulgemeinschaft gemeinsam tragen. Dafür bin ich dankbar. Denn Demokratiebildung gelingt dann besonders nachhaltig, wenn Schule und Elternhaus an einem Strang ziehen.
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D. Wolfram-Gagel




