SELF — KI-Zugang für Schülerinnen und Schüler
„Immer noch Spaß an selbst erlangten Sachen“ — das erste SELF “KI-Zugang für Schüler:innen”
Ein Gedankenexperiment: Es ist Zeugnistag im Sommer 2028. Wir schauen auf ein Schuljahr zurück, in dem in manchen Pilot-Klassen jede Schülerin und jeder Schüler Zugang zu KI hatte. Woran merken wir, dass das eine gute Entscheidung war? Mit diesem Gedankenexperiment haben wir am 23. September beim ersten Treffen des SELF zum KI-Zugang gearbeitet. Aus Sicht der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wäre es dann gelungen, wenn man „immer noch Spaß an selbst erlangten Sachen“ hat und es „kein Nachlassen der eigenen Leistung“ gibt — um nur zwei der vielen Ideen zu nennen.
Auf dem SELF wurde deutlich, dass die Sorge vor Kompetenzverlust oder fehlendem Lernzuwachs von Eltern und Lehrkräfte, aber auch Schülerinnen und Schülern geteilt wird. Diese Herausforderungen sind aktuell präsenter als die Chancen: Als Potenzial wurde vor allem Zeitersparnis genannt, seltener ein Lerngewinn.
Aktuell kommt KI oft noch als Allzweck-Chatbot in die Klassenzimmer, ohne pädagogisch-didaktisches Gerüst. Die Aufgabe ist nun, dieses Gerüst und die didaktische Einbettung von KI in den Lernprozess aktiv zu gestalten — und dafür braucht es fairen, leistungsstarken und sicheren Zugang. Das neue SELF fragt deshalb, wie wir diesen am ONG gestalten wollen.
Gleichzeitig zeichnet sich eine digitale Kluft ab. Manche Schülerinnen und Schüler haben Bezahl-Accounts, die im Schnitt bessere Leistung bieten. Aktuell ist der Anteil an unserer Schule vermutlich klein und es braucht natürlich auch die Fähigkeiten, die leistungsfähige KI gut zu nutzen — dennoch könnte sich hier ein Unterschied auftun, der stetig wächst. Diesem wollen wir als Schulgemeinschaft entgegenwirken.
Es braucht positive Beispiele zum Lernen mit KI. Um diese positiven Beispiele zu schaffen, brauchen wir Experimentierräume, in denen wir als Schulgemeinschaft mit KI und über KI lernen. Im SELF wurde genannt, dass hierbei ein gleicher Zugang für alle Schülerinnen und Schüler sowie Schutz persönlicher Daten wichtig ist. Welche Umsetzungsmöglichkeiten es für eine Ausstattung gibt, die dies beachtet und ermöglicht, wollen wir in den nächsten Treffen besprechen.





