Was Mut macht: Wie wir gemeinsam mit anderen deutschen Schulen für Europa einstehen
Seit 2021 ist das Otto-Nagel-Gymnasium Teil von Erasmus+, dem europäischen Bildungsprogramm der EU. Seither hat das ONG das große Glück, zahlreiche Mobilitäten für Schüler*innen und Lehrkräfte ermöglichen zu können. Darüber hinaus hat uns das Programm geholfen, neue europäische Partnerschaften mit Schulen in Norwegen, Finnland und Litauen aufzubauen.
Am 1. und 2. Oktober 2026 fand in Köln eine bundesweite Tagung der Nationalen Agentur Erasmus+ Schulbildung (PAD) statt. Gemeinsam mit rund 200 Vertreter*innen anderer deutscher Schulen durfte ich als Erasmus+-Koordinatorin das ONG vertreten.
Die Tagung stand unter dem Motto „Erasmus+ für Europa: Vernetzung, Zusammenarbeit, Austausch“. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, neue Impulse für die Projektarbeit und die Frage, wie Erasmus+ nachhaltig zur Schulentwicklung beitragen kann. Dabei wurde das Programm auch vor dem Hintergrund aktueller weltpolitischer Entwicklungen und Krisen beleuchtet. Insbesondere ging es darum, welche Chancen Erasmus+ angesichts dieser Herausforderungen für die Stärkung europäischer und demokratischer Werte bietet.
Hierzu wurden mehrere Best-Practice-Beispiele vorgestellt, unter anderem von Christoph Gastler vom Evangelischen Gymnasium Nordhorn in Niedersachsen. Der Vertreter der mit dem Deutschen Schulpreis 2021 ausgezeichneten Schule zeigte auf, wie durch gezielte Erasmus+-Aktivitäten zu Menschenrechten und Partizipation demokratische Werte innerhalb der Schulgemeinschaft gestärkt und Mitbestimmung gefördert werden können.
Diese Beispiele verdeutlichen, dass ein besonderes Potenzial des Programms darin liegt, unsere europäischen und demokratischen Werte nicht nur zu vermitteln, sondern sie durch grenzüberschreitende Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen aktiv zu leben und zu stärken. Auch mit Blick auf unsere eigene Erasmus+-Arbeit am ONG wird deutlich, wie wir die Werte unseres Schulprogramms – Engagement, Toleranz & Respekt, Offenheit, Zusammenhalt, Modernität und Leidenschaft– durch übergreifende europäische Zusammenarbeit, durch unsere neugewonnen Schulpartnerschaften, besonders aber durch unsere Austauschfahrten für unsere Schüler*innen und durch die Gäste, die wir am ONG begrüßen, noch stärker mit Leben füllen und für unsere Schulgemeinschaft erfahrbar machen können.
Ich verließ die Tagung voller Inspiration und mit neuem Mut für unsere gemeinsame Arbeit als Schule.
Meine wichtigste Erkenntnis:Die Tagung hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, gemeinsam mit anderen deutschen Schulen für Europa und unsere Demokratie einzustehen. Vor allem aber hat sie mir eines gezeigt: Wir, die wir europäische Zusammenarbeit bereits mit Leben füllen und uns für ein weltoffenes Europa einsetzen, sind viele! Und genau das macht Mut.
Auch wir am ONG werden weiterhin mit Überzeugung unseren Beitrag dazu leisten.
Irina Platonova,
Erasmus+-Koordinatorin des ONGs




