Otto Nagel erinnern – mexikanische Tradition trifft auf Berliner Geschichte
Wer am Tag der offenen Tür an unserem Altar vorbeikam, blieb gern einen Moment stehen. Die Klasse 8.1 hat im Spanischunterricht eine mexikanische Ofrenda für unseren Namensgeber Otto Nagel gestaltet, farbenfroh, liebevoll und mit vielen Details zum Entdecken.
Am Día de los Muertos denken Familien in Mexiko an ihre Verstorbenen und zwar nicht mit Trauer, sondern mit einem Fest voller Blumen, Kerzen und Farben. Viele kennen die Idee aus dem Film Coco: Ein Mensch lebt weiter, solange man sich an ihn erinnert. Was könnte da besser passen als eine Schule, die seinen Namen trägt?
Die Schülerinnen und Schüler haben sieben Stationen aus Nagels Leben erforscht und dazu passende Objekte gesucht bzw. selbst gestaltet, u.a.:
- ein Ortsschild für den Wedding, wo er aufwuchs
- ein buntes Glasfenster, das an seine Lehre als Glasmaler erinnert
- Pinsel und Bilder für den „Maler der kleinen Leute“
- ein Verbotsschild über den Malutensilien für sein Berufsverbot während des Nationalsozialismus
Kleine Schilder verraten die Begriffe auf Spanisch und Deutsch.
Über dem Altar flattert papel picado, bunte Fähnchen aus Seidenpapier mit ausgeschnittenen Mustern, die in Mexiko zu jedem Fest gehören. Ein Bogen aus orangefarbenen Blumen rahmt Nagels Porträt ein.
Um den Altar herum stehen farbenfrohe, verfremdete Porträts Otto Nagels, gestaltet in unseren Kunstkursen. Spanisch, Geschichte und Kunst haben hier wunderbar zusammengespielt. So wurde unser Namensgeber für die Besucherinnen und Besucher ganz praktisch erlebbar. Mit einer zweisprachigen Infotafel und einem Zuordnungsspiel konnten sie selbst auf Spurensuche gehen.
Ein großes Dankeschön an die Klasse 8.1 und den Leistungskurs Spanisch Q3 für ihre Ideen und ihren Einsatz! Muchas gracias auch an Frau Albrecht, Herrn Wendt und Herrn Vasos für die Leihgaben und die Hintergrundinformationen.
¡Recordamos a Otto Nagel! Wir erinnern uns an Otto Nagel.
Frau Siekmann




