Gemeinsam ins Gespräch kommen: Dr. Arne Lemke (Amtsleiter Schul-und Sportamt) zum Antrittsbesuch am Otto-Nagel-Gymnasium
Wie sieht Schule heute aus? Was bewegt Schülerinnen und Schüler? Und was braucht es, damit Schule ein guter Ort zum Lernen und Leben bleibt? Über diese und viele weitere Fragen wurde am 22. September 2026 am Otto-Nagel-Gymnasium gesprochen. Zu Gast war Dr. Arne Lemke, Amtsleiter für Schule und Sport des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf.
Der Besuch war dabei mehr als ein Rundgang durch unsere Schule: Er bot Gelegenheit, einander kennenzulernen, offen aber auch ehrlich über Herausforderungen zu sprechen und zugleich die vielfältigen Stärken des Otto-Nagel-Gymnasiums sichtbar zu machen. Von beiden Seiten wurde deutlich, dass gegenseitige Wertschätzung, ein offener Dialog und Unterstützung wichtige Grundlagen für eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Bezirksamt sind. Diese Grundlage soll nun gelegt sein und beide Seiten wollen alles dafür geben, dass auf diesem Fundament vieles gemeinsames wachsen kann.
Einblicke in das Leben am ONG
Am Morgen wurde Dr. Lemke von der Schulleitung, Herrn Hönicke, den Bundesfreiwilligen sowie den Schulsprecherinnen und Schulsprechern begrüßt. Nach einer kurzen Präsentation erhielt unser Amtsleiter zunächst einen Einblick in die Struktur unserer Schule, unser schulisches Engagement und die vielfältigen Angebote am ONG.
Besonders im Mittelpunkt stand dabei die Arbeit der IG Friedenstaube, die sich seit vielen Jahren für Frieden, Demokratie und gesellschaftliches Engagement einsetzt und dafür bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Schulpreis der Margot Friedländer Stiftung.
Auch die zahlreichen Kooperationen des ONG wurden vorgestellt. Die Zusammenarbeit mit anderen Schulen, Kindertagesstätten, Institutionen und außerschulischen Partnern; beispielsweise mit Kaufland Biesdorf , ermöglicht Projekte, Austauschprogramme und Angebote, die unser Schulleben bereichern.
Dabei wurde schnell deutlich: Das ONG lebt von Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas bewegen wollen.
„Modernität, Zusammenhalt, Engagement und Leidenschaft“
Anschließend stellten sich die neuen Bundesfreiwilligen Dr. Lemke persönlich vor und berichteten von ihren ersten Eindrücken am ONG. Dabei wurden auch zentrale Werte sichtbar, die unsere Schule prägen: Modernität, Zusammenhalt, Engagement und Leidenschaft.
Im anschließenden Gespräch mit den Schulsprecherinnen und Schulsprechern wurde es konkret. Die Schülerinnen und Schüler stellten ihre Ziele vor und sprachen offen über aktuelle Herausforderungen an unserer Schule.
Dazu gehören insbesondere die dringend Sanierungen der Turnhallen 2 und 3 sowie die erneuerungsbedürftigen Jungentoiletten im ersten und zweiten Stock des Hauptgebäudes. Auch die Idee eines Schulkiosks wurde thematisiert.
Offener Dialog statt fertiger Antworten
Dr. Lemke nahm die Anliegen der Schülerinnen und Schüler ernst und betonte, wie wichtig ihm ein transparenter und direkter Austausch sei. Als Vater kennt er viele Herausforderungen, vor denen Schulen stehen, auch aus persönlicher Perspektive.
Gleichzeitig erläuterte er offen die Aufgaben und Entscheidungswege innerhalb des Bezirksamts und machte deutlich, dass nicht jede Entscheidung in den Händen des Schul- und Sportamtes liegt. Auch die angespannte finanzielle Situation des Bezirks schränkt die Handlungsmöglichkeiten ein.
Gerade diese Offenheit wurde von den Beteiligten als wertvoll empfunden: Nicht für jedes Problem konnte unmittelbar eine Lösung versprochen werden – aber es wurde zugehört, erklärt, nachgefragt und gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht.
Dr. Lemke signalisierte dabei ausdrücklich seine Bereitschaft, auch künftig mit den Schülerinnen und Schülern des ONG im Gespräch zu bleiben. So bot er unter anderem Unterstützung bei der Entwicklung eines Konzepts für den Schulkiosk an und stellte seine Unterstützung auch bei weiteren Anliegen der Schule in Aussicht.
Das ONG gemeinsam erleben
Im Anschluss ging es auf einen Rundgang durch das Schulgelände. Dabei konnte sich Dr. Lemke ein eigenes Bild vom Alltag am ONG machen und unter anderem den Ausstellungsraum, den Schulhof, das MEB und den Schulclub „Treppenhaus“ kennenlernen.
Auch bei der Frage des Schulkiosks konnten vor Ort konkrete Überlegungen und Bedenken besprochen werden. Der Rundgang machte dabei noch einmal deutlich, wie vielfältig das Leben am Otto-Nagel-Gymnasium ist – und wie viele Menschen täglich daran arbeiten, unsere Schule weiterzuentwickeln.
Ein Stück ONG für das Bezirksamt
Zum Abschluss gab es ein besonderes Zeichen der Verbundenheit: Als Erinnerung an seinen Besuch erhielt Dr. Lemke ein Kohlezeichnung einer Schülerin, die im Stil Otto Nagels eine Berliner Wohnsiedlung angelegt ist. Dazu überreichten wir ihm unser aktuelles Jahrbuch.
Anschließend trug sich der Amtsleiter in das Gästebuch der Bundesfreiwilligen ein, das bereits seit 1998 geführt wird und damit selbst ein kleines Stück Schulgeschichte erzählt.
Sein Eintrag bringt den Gedanken des Besuchs treffend auf den Punkt:
„Kennenlernen, diskutieren und verstehen sind wichtige Schritte für gemeinsame Arbeit und für das Erreichen von Verbesserungen.“
Dr. Arne Lemke, 2026
Gemeinsam weiterdenken
Der Besuch hat gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Schule und Schulträger ist. Schule kann ihre Anliegen deutlich machen und Verwaltung kann erklären, welche Möglichkeiten, Grenzen und Wege es gibt. Beides gehört zu einer guten Zusammenarbeit.
Für das Otto-Nagel-Gymnasium war der Besuch deshalb ein wichtiges Signal: Wir wollen miteinander im Gespräch bleiben, Herausforderungen gemeinsam angehen und dort, wo es möglich ist, gemeinsam Verbesserungen erreichen.
Wir bedanken uns bei Dr. Arne Lemke herzlich für seinen Besuch, sein Interesse und den offenen Austausch sowie bei allen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, Bundesfreiwilligen und weiteren Beteiligten, die diesen Besuch mitgestaltet haben.
Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und dem Otto-Nagel-Gymnasium!
Kevin Hönicke und die Bundesfreiwilligen des Otto-Nagel-Gymnasiums





