Originelle Erfahrungen durch ein frei gestaltbares Praktikum: Offenheit und Unterstützung in allen Bereichen
Mein Name ist Emily Eckert und ich studiere im fünften Semester Lehramt in Greifswald
mit den Fächern Deutsch und Geografie.
Bevor ich mein vierwöchiges Praktikum am ONG begann, war ich sehr gespannt
darauf, wie der Schulalltag dort aussehen würde. Besonders interessierte mich der Umgang der Lehrkräfte mit den Schülern, etwa in der Frage, wie Strenge und Konsequenzen ineinandergreifen, sowie die Vielfalt der Unterrichtsgestaltung. Ich wollte wissen, welche wertvollen Erfahrungen ich für meine spätere eigene Unterrichtsplanung mitnehmen könnte.
Durch mein Einführungsgespräch mit meinem Hauptansprechpartner Herr Irmscher, durch
den ich mich jederzeit gut begleitet wissen durfte, erhielt ich einen fantastischen
Überblick über die Abläufe an der Schule.
Jeden Schultag durfte ich mir selbst strukturieren, indem ich gezielt Hospitationen für einzelne Unterrichtsblöcke sowie außerunterrichtliche Aktivitäten anfragte. Dies gewährleistete mir, einen umfassenden Einblick in Klassenstufen, unterschiedliche Fächer und die Konzepte verschiedener Lehrkräfte kennenzulernen.
Mein erster Eindruck war, dass die Schule sehr strukturiert arbeitet. Dieser entstand unter anderem durch die App WebUntis, welche für die Lehrkräfte eine Übersicht über
die Klassen, Stundenpläne und Vertretungsstunden bereitstellt. So hat selbst eine Lehrkraft, die eine Klasse noch nicht gut
kennt, die Möglichkeit, sich zu informieren und Schüler werden weniger leicht verwechselt.
Es war äußerst interessant, mich mit den Lehrerinnen und Lehrern auszutauschen, von ihren Erfahrungen mit verschiedenen Klassen zu lernen und so wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, zum Beispiel darüber, wie die Lehrkräfte ihren Unterricht vorbereiten. Das Kollegium war sehr hilfsbereit und stand mir bei allen Fragen gerne zur Verfügung. Viele baten mir unterstützend die Möglichkeit an, Unterricht zu übernehmen, um mich praktisch auszuprobieren. Zudem habe ich die Lehrkräfte als sehr kritikfähig erlebt; so fragte mich beispielsweise ein Lehrer direkt nach meinem Feedback zu seinem Unterricht. Bei einer IG, an der ich leider nicht teilnehmen konnte, hat die Lehrerin extra einen Termin vereinbart, um mir das Konzept ihrer IG zu erklären – das nenne ich Engagement!
Die Schülerinnen und Schüler wirkten zwischenmenschlich sehr aufmerksam und
freundlich; und haben beispielsweise gefragt, ob sie mich bei der Raumsuche unterstützen können, als ich mich noch nicht auskannte. Auch im Unterricht arbeiten sie engagiert mit.
Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass der Unterricht während meiner Hospitation wenig durch pädagogische Interventionen unterbrochen werden musste, was eine kontinuierliche Umsetzung des Lehrplans ermöglichte. Aus didaktischer Perspektive war die Unterrichtsgestaltung zudem sehr aufschlussreich, um zu prüfen, wie die theoretischen Inhalte der Uni von Lehrkräften in der Praxis umgesetzt
werden.
Mein anfänglich positiver Eindruck hat sich im Laufe der Zeit weiter vertieft. Ich bin
jeden Tag gerne in die Schule gegangen. Es war eine bereichernde Erfahrung, eine
Schule kennenzulernen, die ständig nach Optimierung strebt und jedem Einzelnen den Raum gibt, sich einzubringen. Für mich dient sie als Vorbild dafür, wie Schule sein kann.
Anderen Praktikantinnen und Praktikanten kann ich ein Praktikum an dieser Schule
wärmstens empfehlen, wenn sie eine harmonische Atmosphäre und ein offenes Kollegium erleben möchten.
Gestärkt durch wertvolle Ratschläge und praktische Erfahrungen, kehre ich nun mit schönen Erinnerungen und Vorfreude auf mein zukünftiges Berufsleben in den
Unialltag zurück …
E. Eckert, Praktikantin





