Florian Maiwald

Am 29. Januar besuchte die Klasse 8.2 in Begleitung von Frau Miethe und mir das ethnologische Museum in Berlin-Dahlem.

Im Museen-Komplex angekommen, hatten die Schüler 90 Minuten Zeit in Ruhe etwas zu essen und sich vorab in den anderen Museenbereichen umzuschauen. So führte mich meine persönliche Tour von der asiatischen über die muslimische zur europäischen und von dort über die afrikanische letztlich zur angloamerikanischen Kulturgeschichte.

Nach dieser selbstgeführten Erkundung der unterschiedlichen Themenbereiche gab es eine arrangierte Führung in 2 Gruppen. Auch, wenn ein Museum nicht das natürliche Habitat eines 8. Klässlers ist, gab es während der Vorträge etliche interessierte Nachfragen. So wurden nahezu alle Indianerklischees beseitigt. Dass die Apachen so bekannt sind, ist eher ihrer Kriegslust und der Furcht der anderen Stämme vor ihnen geschuldet, als ihrer typischen Indianer-Lebensweise. Der typische amerikanische Ureinwohner war nämlich mehr Feldbauer als alles andere. Auch der opulente Federschmuck hat einen seiner schönen Ausstrahlung nicht entsprechende Bedeutung. Denn jede Feder symbolisiert einen im Kampf getöteten Feind. Sah man also (egal ob man Indianer oder „Weißer“ war) am Horizont eine Horde von befederten Indianern ankommen, war es ratsam, seine Sachen zu packen und zu fliehen.

Der Ausflug nach Dahlem war für alle ein angenehmer Ferienvorgeschmack und war bestens geeignet, das, worüber man im Englischunterricht so ausgiebig spricht, einmal in Realität zu bestaunen.