Studieren mit „Meer“wert! – damit wirbt die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald. Ob das so wirklich stimmt, wollten wir mal näher herausfinden und sind deswegen an die „doppeltstrahlende“ Küste gefahren.

Am Mittwoch, gleich nach dem Unterricht, ging es für uns, Frau Patzak, Herrn Tietz und Frau Stein, einer befreundeten Referendarin von Frau Patzak, via Bahn los gen Norden. Damit wir uns während der Fahrt nicht „langweilen“, bekamen wir exkursionsvorbereitende Aufgaben rund um das Thema „Energiegewinnung“. Nach einer sonnigen Fahrt durch gelbe Rapsfelder kamen wir abends in der Hansestadt an, stärkten uns erst im Humboldt-Restaurant, um dann anschließend noch einen kleinen Spaziergang durch die lichtdurchflutete Stadt zu unternehmen. Dabei haben wir nicht nur den Museumshafen, sondern auch den schönen Marktplatz und die brandneue Universitätsbibliothek gesehen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Lubmin, einem Kurort direkt in der Nähe von Greifswald, der nicht nur für seine wunderschönen Strände, sondern auch für das direkt anliegende ehemalige Atomkraftwerk bekannt ist. Den Vormittag verbrachten wir am Strand – wir sind die Seebrücke auf- und abgelaufen, haben uns die Küstenformen angeguckt und in Gruppen die Aufgaben zum Thema „Energiegewinnung“ verglichen und ausgewertet. Mit nun viel Vorwissen gefüttert, gingen wir am Strand entlang Richtung AKW. Angekommen, sahen wir zur Einführung eine Präsentation, in der uns erklärt wurde, wie das Atomkraftwerk funktioniert hatte und wie es jetzt abgebaut wird. In Gruppen wurden wir durch das Kraftwerk geführt. Es war nicht nur kalt, eng und nass, sondern auch sehr interessant. Es gab Räume voller Kabel, tonnenschwere Röhre, genauso wie Kaltwasserleitungen von „nur“ 270 Grad Celsius, während in den Warmwasserleitungen dreißig Grad wärmeres Wasser war. Auch einen Blick in einen Atomreaktor konnten wir werfen! Wieder zurück in Greifswald, hatte Frau Patzak eine Stadtrallye für uns geplant, bei der wir in Gruppen Fragen rund um die Stadt Greifswald lösen sollten. Fragen wie: „Wer ist die Dicke Marie?“, „Mit welchem Geld wurde 1653 bezahlt?“ oder „Wie geht die Legende von Störtebeker?“ konnten wir mit Hilfe von Passantenbefragungen beantworten. Nach etwas Freizeit in der Stadt, ging es dann zur letzten Nacht zurück ins Hostel.

Am Freitag mussten wir bereits früh aus unserer Herberge auschecken, denn wir hatten eine Verabredung mit der Studentenwelt. Unser Freitag stand nämlich ganz im Zeichen des Studiums. Nach einer allgemein Studieneinführung von zwei Studenten im geographischen Institut, hielt Prof. Dr. Lampe, der ehemalige Professor von Patzak, nur für uns eine Vorlesung über den Ostseeraum. Ganz hungrig geworden vom langen Sitzen im Hörsaal, ging es danach für uns zum Mittag essen in die Mensa. Nachdem wir fertig waren, teilten wir uns wieder in zwei Gruppen auf: die eine gestaltete im Innenhof der Geographie Flyer über das Leben als Studenten, die andere Gruppe besichtigte zusammen mit Student Max die große Universitätsbibliothek. Danach wurde getauscht. Anschließend kamen noch mehr Studenten vorbei und wir hatten die Möglichkeit mit ihnen individuell bei einer Runde Kubb oder einem entspannten Gespräch im Schatten über ihre verschiedenen Studienrichtungen und unsere Berufswünsche zu reden und zu diskutieren. Der Abend kam und wir mussten wieder los zurück nach Hause.

Trotz plattgelaufener Füße und Sonnenbrand fand die Fahrt bei allen großen Anklang und wir bedanken uns bei unseren Lehrern für die Organisation und Betreuung.

Jenny Saß und Lara Roder

WPU 10 Geographie